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Mundan-Astrologie: Jupiter in der Waage – Chief Justice?

Jupiter läuft in der Waage: Ausgleich im Grossmasstab? Mehr Wertschätzung und Eunhaltung voon Gesetzen?

Jupiter läuft in der Waage: Ausgleich im Grossmasstab?
Mehr Wertschätzung und Einhaltung von Gesetzen?
Hoffen wir das Beste! Quelle: Zeus als PD via wiki, Libra als free png.

Jupiter in der Waage erzeugt den Ausgleich – ja, allerdings, wenn man Pech hat, und das sprichwörtliche Übermass des Olympherrschers die Oberhand gewinnt, geschieht dies vielleicht im Sinne der altägyptischen Maat: Das heisst Störendes wird entfernt oder ausgemerzt. Das Bild an der Wand MUSS gerade gerückt werden, der hässliche Teppich kommt auf den Müll. Dann bleibt nicht viel von Venus-Harmonie, davon abgesehen, dass Harmonia die Tochter von Mars UND Waageherrscherin Venus war. Denn Jupiter zeigt auch an, wo man sich vor Auswüchsen in den Themen des Zeichens in Acht nehmen muss, durch das er gerade läuft.
Waage-Sonne, Venusdominanz und Waage-Überhang (ASC, volles 7.Haus etc.)  in in ihren Horoskopen hatten z.B. Himmler und Hitler – und gerade zusammen mit mächtig viel Jupiter und Uranus- Themen. Dazu noch ein wenig Pluto, um es noch interessanter zu machen. Und ausgerechnet zwischen diesen drei Archetypen (Uranus/Jupiter/Pluto) findet inden nächsten Monaten ein Kräftemessen in Spannungsaspekten statt, das nicht gerade als Anzeiger für Stabilität zu sehen ist.
Was die schöngeistige Herrscherin der Waage anbelangt – die Griechen nannten sie Venus Urania, im Gegensatz zur Venus Pademos im Stier. Sie ist eher kühl kalkulierend als sinnenfreudig und feierlaunig. Beide Venus-Typen sind nicht empathisch, gefühlsduselig oder romantisch – dafür ist der Mond zuständig.
Ich sehe eher das Nemesis-Prinzip als Teil der Waage, da früher Jungfrau/Waage und Teile des Skorpions ja ein Sternbild waren: In der Jungfrau und der Waage herrscht Asträa, die Sternjungfrau – eine mächtige archetypische Figur. In Sumer war sie Inanna/Astarte, die kriegerische Fruchtbarkeitsgöttin, in Ägypten Maat, in Griechenland Dike/Kore/Themis und eben auch Nemesis. Diese etwas sperrige Version der Gerechtigkeit (natürliches Recht) wurde auch in den Mysterien von Eleusis thematisiert. Die Waagschalen, das einzige unbelebte Zodiak-Zeichen sind bereits ein Teil des Nemesis-Aspekts dieser Sternjungfrau, das (Richt)-Schwert bekommen wir dann im Skorpion, denn als Klauen des Skorpions betrachteten die Alten früher das Sternbild Waage.
Jungfrau und Skorpion ähneln sich nicht nur von ihren Glyphen her, das Zeichen wird oft als kleiner Skorpion gesehen – die dazwischen liegende Waage wäre dann so etwas wie das Instrument, dass sich beide teilen. Zwischen der Realitätserkenntnis (Jungfrau) und der Konsequenz (Skorpion) steht sie als Werkzeug der Entscheidung, eher passiv. Der Ausgleich ist also zwangsläufig und bestimmt nicht vom Wunsch nach Kuscheln bestimmt.

Gezählt (Jungfrau)  gewogen (Waage) geteilt (Skorpion) (mene, tekel, upharsin)
(Alb)Traum des Belsazar

Da Jupiter Krisen eher verschlimmbessert und mit Uranus in einer Opposition ein Tauziehen veranstaltet, können wir gespannt sein. Jupiter steht ja nicht für Gerechtigkeit, sondern für die Legislative – der Eid wurde beim Zeus geschworen, die Gesetze stammten von den älteren Titanen (Saturn). Der Saturn blockiert aber den Jupiter in seinem eigenen Zeichen, dem Schützen. Was für Eier-Tänze da wohl aufgeführt werden …? Nicht Jupiter sondern Saturn steht in der Waage erhöht, da er der ursprüngliche Gesetzgeber war. Saturn/Schütze und Jupiter/Waage spiegeln einander sogar ein wenig. Da Jupiter zudem nicht nur von Uranus, sondern auch von Pluto unter Druck gerät, die drei bilden ein sogenanntes T-Quadrat, eine sehr dynamische, harte Figur, wird er nicht sehr förderlich wirken können.

Da sieht es schlecht aus mit Frieden – zähe Verhandlungen und Powerplay garantiert, gerechterer Verteilung der Wirtschaftsgüter oder Machtverhältnisse.
Balanzieren kann sie ja immerhin, die Waage – das lässt hoffen, dass nach allen Schwankungen und Ausschlägen am Ende doch noch ein fairer Deal zustande kommt, und dass die jupiterianische Expansion im Sinne von gerechtem Ausgleich im grossen Stil stattfindet. Grosszügigkeit, für die der Olympherrscher auch bekannt ist, wäre von allen Seiten angebracht. Oder die ganze Jupiterblähung endet wegen mangelnder Entscheidungskompetenz in der Waage  mit einem furchtbar stinkendem Furz, wenn er dann in den Skorpion wechselt, der stachelschwänzige Herrscher im 8. Haus ist unter anderem auch  für solche Enddarmprodukte zuständig.  Vielleicht hilft ja Kümmel dagegen, das alte Hausmittel gegen üble Winde, ein Gewächs des Merkur, dem astrologischen Gegenpol des Olymp-Bosses.

Posted by on November 24th, 2016 Kommentare deaktiviert

21.11. Ingress der Sonne in den Schützen, oder ist es doch Ophiuchus ?

Nur nicht danebentreffen!Sagittariue ©scrano 2016

Nur nicht danebentreffen!
Sagittarius ©scrano 2016

Der Schlangenträger alias Ophiuchus ist in der modernen Astronomie ein sehr ausgedehntes, aber wenig auffälliges Sternbild am Sommerhimmel. Da seine wenig hellen Sterne eine grosse Fläche abdecken, und wenig markant sind, ist es nicht ganz einfach, ihn zwischen dem Herkules und dem Skorpion zu identifizieren. Die Hauptsterne bilden eine annähernd trapezförmige Figur, von der westlich und östlich die Sterne der Schlange ausgehen. Der westliche Teil überlappt das Band der Milchstraße.

Der arme Schlangenträger bildet immer wieder die Grundlage für eine Kontroverse zwischen naseweisen (Jungspund-) Astronomen und Astrologen, da es angeblich das 13. Sternzeichen sei. Daher wäre die Astrologie widerlegt. Nun ja, Bullshit kommt in vielen Geschmacksrichtungen, trotzdem ist er nicht geniessbar.

Ophiuchus - Asklepiosquelle:PD via wiki

Ophiuchus – Asklepios, der Urheiler.
quelle:PD via wiki

Nein, es gibt nur 12 Tierkreiszeichen, aus folgenden Gründen:

  • Der Ophiuchus besitzt nach alter Sternbildkartierung zu wenige Sterne auf der Ekliptik, die Einbeziehung von schwächeren Sternen aus dem Skorpion und Festlegung ander Grenzen stammt aus dem Jahr 1928. Somit läuft die Sonne, kartographisch gesehen, derzeit vom 30. November bis zum 18. Dezember durch das Sternbild Schlangenträger – und zwar im Tierkreiszeichen Schütze, ein 30° großer Abschnitt auf der Ekliptik direkt vor dem Punkt der Wintersonnenwende.
  • Sternbilder und Tierkreiszeichen sind schon wegen der Präszessionsbewegung der Erdachse nicht (mehr) identisch. Auch das wussten die Menschen in der Antike bereits – belegt seit dem  ~2. Jhd. v.Chr.(Hipparchos), oder früher in Babylon (3. Jhd.). Das zugehörige “Platonische Jahr” war zur Zeit seines Namensgebers nach neueren Quellen bereits bekannt, also wären wir da schon beim 5. Jhd vor Chr.
  • Die Namen der späteren Tierkreiszeichen wurden ursprünglich, zu Beginn der astrologisch/astronomischen Aufzeichnung,  nach mythologischen Kriterien den Sternbildern zugeordnet. Die Konstellationen selbst bildeten das Zifferblatt einer himmlischen Jahres-Uhr. also markierten sie lediglich einen Himmelsauschnitt zu einer bestimmten Zeit. Dieser ändert sich nicht, egal was da gerade befindlich ist. Wesentlich für die damalige Ackerbaugesellschaft war die Beziehung der Himmelsabschnitte zu den Jahreszeiten. Dies war schon im alten Mesopotamien um 2000 v. Chr. der Fall. So zeigte ursprünglich beispielsweise das heliaklische (vor dem Sonnenaufgang) Erscheinen der Waagesterne – symbolisch passend – die Herbsttagundnachtgleiche an. Der griechische Astronom/Astrologe Ptolemäus machte den Tierkeis endgültig an den vier jahreszeitlichen Hauptpunkten fest. Den astrologischen Widder legt er daher auf den Frühlingspunkt, unabhängig von der Lage des Sternbilds gleichen Namens.
  • Die Tierkreis-Mythologie ist an den Himmel projezierte Psychologie oder Zeitgeist, nach antiker Auffassung findet man dort das gespiegelt, was auf der Erde vor sich geht. Die Namensgebung der Tierkreiszeichen  beinflusst nicht die Eigenschaften der unter diesen Zeichen Geborenen, es ist eher umgekehrt: Das was zu diesem Zeitpunkt hier unten passiert, auch die Wesensmerkmale von unter bestimmten Zeitabschnitten geborenen Menschen bestimmten die Auffassung vom kosmischen Geschehen. Deshalb ist ein Tierkreiszeichen das Symbol für ein komplettes Psychodrama, ein Szenario. Ähnliches findet man auch im Pantheon (Götterhimmel) der Griechen. Die Interpretationen der zwölf Zeichen des Zodiak stellen wie die Götter lediglich Archetypen eines komplexeren psychologischen Geschehens dar. Auch die zu den Zodiakzeichen zugehörigen Planeten-herrscher (alias Götter) beeinflussen NICHTS, sie sind nur Anzeiger für etwas, was auf der Erde geschieht.

Mythologisch ist Ophiuchus dem Halbgott Asklepios, Sohn den Lichtgottes Apollon zugeordnet. Einmal stellt er eine Querverbindung zum Orion (Skorpion)-Mythos her, dann gibt es noch eine Geschichte, nach der Hybris (Jupiter/Schütze) ihn zu Fall gebracht hätte: Er erweckt einen Toten, das erregt den Zorn der olympischen Dreigestirns (Jupiter,Neptun,Pluto). Jupiter/Zeus tötet ihn mit einem Blitz, dank Apollons Einspruch darf er an den Sternhimmel, statt in den Tartarus zu kommen. Also steht er doch irgendwie zwischen Skorpion und Schütze – der Schlangenträger … lol!

Letzte Ausfaht: Ophiuchus ?Der Schlangeträger folgt auf das Sternbild des Skorpion, nicht aber auf das das Tierkreiszeichen.Scorpio ©scrano 2016

Nächste Ausfahrt: Ophiuchus ?
Der Schlangenträger folgt auf das Sternbild des Skorpion, nicht aber auf das das Tierkreiszeichen.
Scorpio ©scrano 2016

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Posted by on November 21st, 2016 Kommentare deaktiviert

Heil- und Zauberpflanzen im November: Signatur des Pluto

Kleinod im schwarzen Lotos: Plutonische Pflanzen wirken oft segensreich und schrecklich zugleich.Mnemosyne ©scrano 2013

Kleinod im schwarzen Lotos: Plutonische Pflanzen wirken oft segensreich und schrecklich zugleich.
Mnemosyne ©scrano 2013

Da sich das Jahr im November dem Ende entgegen neigt und wir Samhain bereits hinter uns gelassen haben, das endgültige Verlöschen des Sommers, gibt es diesmal eine Aufstellung von Heil- und Zauberpflanzen, die diese jahreszeitliche Prinzip widerspiegeln.

Es sind dies Gewächse mit der Signatur des Pluto, bzw. Mars in seinem wässrigen Nachthaus mit der Zodiakposition VIII, des Ausdrucks der Unausweichlichkeit des Endes und der Veränderung. Hier herrscht das Skorpionprinzip, das von Abschiednehmen, Loslassen, dem Ende und dem Neuanfang handelt. Auch regenerative Kräfte und die verborgenen Ressourcen von Mutter Gaia und anderen, chtonischen weiblichen Archetypen sind hier Thema. Deshalb sind viele dieser Gewächse auch mit der Hekate oder der dunklen Mondin assoziiert. Plutonische Pflanzen teilen mit dem Saturnprinzip die acht-zählige Symmetrie (bei Saturn findet man auch die 10, wie beim Mohn, der stark von Saturn/Mond geprägt ist), wie überhaupt eine starke Affinität zwischen den beiden Archetypen Saturn und Pluto zu finden ist. Auch mythologisch sind sie verbunden. Saturn, eigentlich ein römischer Erntegott (Schnitter) etruskischen Ursprungs (Sartre) verschmolz mit dem hellenischen Titanenherrscher Kronos zu einer Gottheit, wobei die positiven Eigenschaften erhalten blieben. Der römische Saturn wurde auch nicht in den Tartaros gestürzt, sondern zog sich in eine Art Altersexil zuerst nach Latium zurück, wo er den Römern half ihre Kultur aufzubauen, um dann im Hades auf der Insel der Seligen für immer zu herrschen. Er galt als gerechter König des Goldenen Zeitalters. Zeus/Jupiter wurde von der römischen Bevölkerung immer als eine Art Oberschichtsgottheit angesehen, der bäuerliche Saturnus war ihnen lieber. Auch die wichtigsten römischen Feste, die Saturnalien waren eine Huldigung an den Winterherrscher, und Patron der ehrlich erarbeiteten Ernte.

Dem Pluto wurde nicht gehuldigt, er verrichtete sein Aufgabe eher im Stillen – Hades-Schreine gab es eher selten. In ihnen wurden Orakelrituale abgehalten, sie spielten eine Rolle bei Mysterienweihen. Immerhin wurde ihm die Herrschaft über die unteridischen Schätze zugestanden, daher auch sein Beinahme der “Reiche”.

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Reichtum im Inneren oder Wächter im Unbewussten?
Plutos Schätze ?

Klassisch herscht im Skorpion und dem achten Haus bereits Mars, in seiner Yin-haften Form, dem Nachthaus. Modern wird dies durch das Pluto-Prinzip ergänzt, wobei dieser sphärenharmonisch als höhere Oktave des Kriegerarchetypen angesehen wird.  Mars+Yin = Pluto? Man darf nicht vergessen, dass Mars parthogenetisch aus Hera, der weiblichen Verkörperung von Mond/Saturn geboren wurde,  und dass auch das Saturnprinzip (im Steinbock) bereits Yin-haft ist. Es verkörpert Mutter Gaia und ist der chtonische Gegenpol der Mondin im Krebs. Der Mars ist also nicht rein männlich, auch Pluto besitzt weibliche Züge, die ebenfalls von der alten Erdmutter, aber auch der dunklen Mondin stammen. Daher auch seine Assoziation mit Schlangen und allerlei Nachtgetier. Dieselben Embleme, auch den Schlüssel findet man dann bei Hekate wieder, der Göttin des dunklen Neumondhimmels. Wie der schwarze Mond wieder einen neuen Zyklus beginnt, stellt Hekate die Eintritts und Abschiedspforte des Lebendigen in die Welt dar. Sie ist die universelle Hebamme. Damit ist auch sie mit dem Pluto und dem Prinzip Mond/Saturn, das als „Tor des Menschen“ bezeichnet wird, verbunden.  Im 4.Haus/ Krebs+Mond wird der Mensch geboren und beseelt, im 10. Haus/Steinbock+Saturn erhält er die irdische Vollendung, und hebt sich über die Materie. Das Pluto-Prinzip steuert hierzu die transformatorischen Kräfte bei.

Pluto galt als Herr der unterirdischen Schätze, der Totenreiche und der unterirdischen Mysterien. Er regiert aber auch die Ausdünstungen und unsichtbaren Kräfte, die aus der Erde dringen: Radioaktivität, Faulgase, Magnetismus, Vulkangase. Er herrscht auch über das flüssige Feuer der Erde, das Magma.
Nach dem Glauben der Alten ist Gott Pluto finster, erfüllt seine notwendige Pflicht akribisch und lässt keine Verhandlungen zu. Er ist aber nicht gefühllos: Bei Orpheus Bitte um Euridikes Erlösung aus der Totenwelt, kann der Barde sein Herz rühren. Er erinnert ihn an seine verzehrende Liebe zu Persephone. Pluto ist im Besitz einer unsichtbar machenden Tarnkappe aus Hundefell, Hermes/Merkur gab sie ihm, damit er unter den Menschen wandeln kann, ohne dass diese in Panik fliehen. Merkur dient dem Pluto auch als Seelenführer und der olympische Bote darf als “grosser Kommunikator” auch als Einziger zwischen der Oberwelt und dem Orcus pendeln. Bei Aristophanes trägt Pluto eine von Gold und Edelsteinen schimmernde M a s k e , um seine angsteinflössende Erscheinung zu verbergen. Der schwarze Hund ist auch ein Totem der kulturgeschichtlich älteren Hekate, die Dreizahl ist ihr ebenfalls heilig. Nur noch Zeus/Poseidon/Hades besitzen die Drei als ihre Zahl, was darauf hindeutet, dass eine ursprünglich weibliche Trinität (des Mondes) partriarchalisch überformt wurde.

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Passagen in andere Welten. Transformation.
Dune Passages ©beast666 2008.

Grundzüge der Signaturlehre in der Astrologie: Alle Lebendige aber auch sonstiges Dingliches teilt sich mit. Pflanzen kommunizieren mit ihren Farben, ihrem Geruch oder Duft, in der Ausformung ihres Wurzelgeflechts, Anzahl, Form und Stellung von Blättern, Erscheinungsform und Symmetrie der Blüten, Eigenschaften ihrer Früchte, Samen oder Sporen, ihrer kompletten Erscheinungsform, ja sogar einer Art “Ausstrahlung”. Bei der Interpretation der Pflanzen muss man aber bedenken, dass sie sozusagen verkehrt herum leben: Ihr Kopf oder “Gehirn” steckt im Boden, ihre Fortpflanzungs- und Bewegungsorgane (z.B. Ranken) sind nach oben, dem Licht entgegengestreckt.

  • Hinweise für Signaturen finden sich auch darin, wie, wo und wann eine Pflanze wächst, blüht oder fruchtet  in welchen Gemeinschaften und unter welchen Randbedingungen.
  • Namen, besonders die ortsüblichen in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet (sofern noch bekannt) spielen eine Rolle. Auch Bezeichnungen aus dem Volksmund sind eine interessante Quelle, wobei man aber Heilwissen, Brauchtum und dummen Aberglauben manchmal nicht trennen kann.

Diese Erscheinungsbilder und Ausdrucksformen lassen sich in die Sprache astrologischer Archetypen übersetzen, sie bilden dann eine sogenannte Signatur.

In der klassischen Signaturenlehre werden meist nur die einseitigen Prinzipien der hermetischen Polarität herangezogen, ausserdem verwendet man nur die 7 Himmelskörper der Antike: Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn. Ich ziehe aber die Trans-Saturnier durchaus mit heran, da es mittlerweile einige Erfahrung damit gibt. Bei allen hermetischen Korrespondenzen muss man immer bedenken, dass durch das symmetrische Achsenprinzip der Gegenpol immer mit zum Tragen kommt. In allen Dingen oder Wesen, welche die Erde oder der Kosmos hervorbringt ist zudem auch jedes archetypische Wirkprinzip vertreten, wenn auch nicht in gleichem Aussmass sichtbar, oder in allen Stadien oder Phasen ihrer Existenz gleichzeitig. Manche Wirkungen z.B. bei Pflanzen sind nur auf einen Teil, wie Früchte oder Wurzeln beschränkt, manche muss man erst durch Zubereitung und Anwendung erschliessen. Zum Teil kann man eine Rückbeziehung durch die Funktion der Inhaltsstoffe für die Pflanze selbst herstellen, um die Leitsignatur zu bestimmen.

Dazu kommt: Nicht alles was aus dem planetaren Entsprechungen stammt, ist dem Menschen dienlich – es ist in erster Linie für die Pflanze lebensnotwendig und prägt IHR Wesen. Wir nutzen nur den Anteil, der uns hilfreich ist.

Stacheliges Rauchmittel: Der stark giftige Stechapfel, Datura stramonium.Deceptive Beauty ©beast666 2014

Stacheliges Rauschmittel: Der stark giftige Stechapfel, Datura stramonium.
Die Kapseln erinnern an Igel. Deceptive Beauty ©beast666 2014

Signaturen des Pluto

Im Pluto verkörpert sich die “andere” Welt besonders eindrucksvoll. Als Herr der Unterwelt (= Erde) sind seine Pflanzen meist düster. Manche Plutopflanzen wie Lebensbaum oder Zypresse sind zudem beliebte Friedhofspflanzen, die, richtig dosiert, zu den besten Immunstimulantien und lebensverlängernden Mittel gehören. Sogar die extrem toxische Eibe ist ein potentes Krebsmittel. Der Gegenpol des Pluto ist Venus Pandemos, die Stier und zweites Haus beherrscht. Daher tragen bereits viele Venuspflanzen stärker zutage tretende Pluto-Signaturen.  In der folgenden Aufstellung geht es daher hauptsächlich um die dominierende astrologische Zuordnung zu Pluto: Darunter sind Gewächse mit starker Regenerationskraft (da steckt der Wasser-Mars), also solche, denen es nichts ausmacht, stark zurückgeschnitten zu werden. Kletter-Rosen, Wein, Efeu, Eibe, auch der venushafte Flieder bezieht hier seine Unverwüstlichkeit. Dunkle Farben und rostrote Töne, zwiebelartige Knollen, unheimliche Ausstrahlung. Wegen der Überschneidung mit dem Mars-Prinzip enthalten auch Plutopflanzen Phytosterine und Eiweiss oder Eisen.

  • Blüte sitzt direkt am Zweig oder sogar Stamm: Sterkuliengewächse, wie Kakao, Colabaum. Sie gehören zu den Malven, die auch eine Venus/Pluto Signatur aufweisen.
  • Blütezeit oder Frucht im späten Herbst,  oft dann, wenn Sonne im Skorpion steht und die Spinnenfäden sichtbar werden  (Wein, Kürbis, Herbstzeitlose, Eisenhut, Äpfel – sie gelten nicht umsonst als Totenspeise.)
  • betäubende Düfte oder sogar Verwesungsgeruch
  • Bestäubung durch Aasfliegen (Stapelia, Arum, Orchis)
  • fleischfressende Pflanzen (Drosera, mit Mond/Saturn)
  • Gifte aller Art: Hier muss man aufpassen, Pluto heisst noch nicht gleich Gift, manche Uranussignatur (bzw. Saturn im Wassermann) bringt ebenso toxische Gewächse hervor Goldregen z.B. oder Ginster mit ihrer Merkur/Jupiter und Uranus(Saturn)/Sonne-Prägung). Giftige Pilze unterstehen ebenfalls neben dem Neptun/Merkur-Prinzip auch noch Mond/Saturn. Dazu kommt bei Plutogewächsen der häufig gleichzeitig vorhandene Mond/Saturn-Einfluss.
  • Atropopäische Pflanzen oder Pflanzen, die für magische Zwecke eingesetzt werden (Hexenpflanzen, Bannpflanzen),
  • Pflanzen, die zum Totenbrauchtum gehören (Thuja, Zypresse, Eibe)
  • Würgepflanzen, Schlingpflanzen, Windepflanzen mit linksseitiger Drehung oder schlangenartigen Ranken.
  • Achtzählige und dreizählige Symmetrie, oft fünfzählige Blüten (Venus-Pol)
  • Genverändernde Substanzen, krebserregend, mutagen, fötusschädigend , andererseits Krebstherapeuthikum oder Antiparasitenmittel.
  • Tierhaftes Äusseres: Daturakapseln sehen z.B. aus wie Igel, schlangenartige Wurzeln, Ranken, insekten- oder spinnenartiges Aussehen
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Aronstab-Beeren – verlockend rot, aber giftig.

Pflanzen des Pluto

  • Alraune, Mandragora officinalis, (Mond/Saturn), ein Rauschmittel, Schmerzmittel, Zauberwurzel für Fetischmagie, Heilmittel gegen Fieber, auch giftig
  • Aarum, der Aaronsstab, giftige Zauberpflanze, Mars-Pluto Kombination: Gifte und Scharfstoffe, daneben Saturn/Mond -> Oxalat-Kristalle. Aaronsstabbeeren sind für Kinder kritisch, da einladend rot und süss schmeckend.
  • Bohne – Gartenbohnen (Venus, Merkur/Jupiter) besitzen einen embryoartigen Keim, ausserdem sind sie roh giftig. Sehr eiweisshaltig. Bohnenschalentee wirkt harntreibend (Venus). Bohnen galten wegen ihrer Embryo-Form bei den Pythagoräern als Seelengefäss.
  • Brennessel, Urtica spp. (Venus, Merkur/Jupiter, Mond/Saturn), Pluto-Mars Kombination
  • Bilsenkraut, Hyoscyamus niger (Venus, Mond/Saturn) – Herakles brachte es aus der Unterwelt mit ans Tageslicht und im Orakelkult vieler Völker spielte es eine wichtige Rolle, da es die Augen für eine Welt jenseits aller Vorstellung öffnet. Ein Bierzusatz in Schankstuben mit schlechtem Ruf, sehr giftig – Hamlets Vater wurde laut Shakespeare so ums Eck gebracht.
  • Eibe, Taxus baccata (Venus, Mond/Saturn) Die Eibe zeigt den Pluto in besonders reiner Form: Vielleicht war sie sogar der Weltenbaum, der bekanntlich immergrün gewesen sein soll. Der Samenmantel (Arillus) der roten Frucht ohne den grünen Kern (Samen) ist ungiftig – das einzige an der Pflanze! Eiben sollen in der Sommerhitze gefährliche rauscherzeugende Ausdünstungen absondern. Schon in der Antike wurde davor gewarnt, in der Mittagszeit unter Eiben zu ruhen oder gar zu schlafen. Bannpflanze: Vor Eiben kann kein Zauber bleiben …
  • Eisenhut, Aconitum napellus (Merkur/Jupiter) die Plutopflanze schlechthin, auch ein Symbol der Hekate – aus dem Geifer des Cerberus entstanden., extrem giftig, schon den Hautkontakt vermeiden.
  • Fingerhut , Digitalis Purpurea (Merkur/Jupiter), Herzmittel, giftig und auch als Arznei schwer dosierbar.
  • Granatapfel, Punica Granatum (Merkur/Jupiter), mit Pluto durch den Raub der Persephone verbunden. Enthält Phytosterine – Venus/Pluto für Mann und Frau, Immunmittel.  Ein Machtsymbol – Reichsapfel, mit sakraler Bedeutung: Im Salomonischen Tempel waren die Säulen von Jachin und Boaz von Grantaäpfeln bekrönt.  Eine Abkochung der Rinde und der Fruchtschale wirkt gegen Darmparasiten
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Schlafmohnkapsel – ihr Milchsaft liefert Opium: Segen und Fluch.
Für unheilbar Kranlke oft letztes Mittel, für Süchtige der Ruin.
Die Samen sind ein Öllieferant und wichtiges Nahrungsmittel.
Pluto’s Gift ©beast666 2015

  • Haselwurz, Asarum europaeum (Merkur, Neptun) ein toxisches Rauschmittel und Abortivum.
  • Herbstzeitlose, Colchicum autumnale (Venus, Merkur/Neptun) Zauberpfanze der Medea aus Colchis, ein Hekategewächs, gegen Gicht, ein Zellteilungsgift, sehr gefährlich für KInder, da Blüten sehr hübsch aussehen.
  • Knabenkräuter, Orchis (Merkur, Jupiter) – tiergestaltige Blüten, manchmal Aas- oder Tiergeruch (Bocksriemenzunge)
  • Kürbis, Curcubita pepo (Merkur/Jupiter, Mond/Saturn,)
  • Minzen, Mentha spp. (Merkur/Neptun), hierzu gibt es die Sage von Minthe, einer Nymphe die dem Pluto zu sehr gefiel – seine eifersüchtige Gattin Persephone verwandelt das arme Mädchen in eine Pflanze. Poleiminze trägt hier die deutlichste Signatur, sie ist stärker toxisch und wurde als Abortivum gebraucht.
  • Nachtschattengewächse, Solanaceen tragen alle eine Grundsignatur von Venus/Pluto.
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Haselwurz, europäischer Ingwer. Scharfstoffe, psychoaktiv und toxisch.
Asaraum europaeum ©scrano 2015

  • Osterluzei, Aristolochia (Merkur,Neptun) eine toxische Liane, neben der Haselwurz einzige heimische Variante der Aristolochia-Arten: Aasgeruch, cancerogen
  • Pfingstrose, Paeonia (Merkur/Jupiter, Venus). Die Pfingstrose wird bereits seit der Antike für Heilzwecke genutzt. Durch einen Mythos ist diese eher Venusisch daherkommende üppige Blume mit Pluto mit folgenden Mythos verbunden:
    Paeon, ein Arzt der Götter, heilte den nach einem Kampf mit Herkules verwundeten Pluto mit der Pfingstrose. Asclepius (Aesculap), der Lehrer von Paeon,  liess seinen Schüler wegen dessen Erfolg töten. Als Pluto den toten Paeon sah, nahm er dessen Leichnam und verwandelte ihn in eine Pfingstrose und gab ihr fortan den Namen Paeonia.  Irgendwie scheint diese Pflanze einen Ruf als Panacea bei vielen Heilkundigen der Antike und des Mittelalters zu geniessen. Neben vielerlei Beschwerden, die mit der Pfingstrose geheilt werden können, wird auch immer ihr Einsatz bei Epilepsie empfohlen. Die ursprüngliche ungefüllte Päonie zeigt Mars/Pluto deutlicher in ihrer dunklen Blütenmitte mit vielen Staubgefässen, wie bei einer Anemone oder dem Mohn.
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Üppige Päonie: Liebling von Paracelsus und St. Hildegard.
Peonies ©beast666 2015

  • Rhizinus communis, Palma Christi (Merkur, Jupiter, Venus): Der glänzende Samen enthält Rhizin, ein extrem starkes Gift, welches gerne als Mordwaffe in Spionagekrimis vorkommt.
  • Ringelblume, Calendula officinalis (Sonne/Uranus, Mond/Saturn, Venus) – Panacea
  • Schlafmohn (Mond/Saturn, Merkur/Neptun) – Panacea (Laudanum, eine Opiumtinktur, das Paracelsus im 16. Jhd. entwickelt hatte, galt lange Zeit als Allheil), Man könnte den Mohn auch unter Saturn aufführen. Zu Pluto passt auch die Wirkung aud den End- bzw. Dickdarm: Es verursacht Verstopfung.
  • Stechapfel, Datura stramonium (Mond, Saturn), starkes halluzinogen, kann irreversible psychische Störungen verursachen, stark giftig, früher als Asthmamittel gebraucht, wegen der üblen Nebenwirkungen aufgegeben. Im Vooodoo ein Mittel während der Zombiefizierung durch das Gift des Kugelfisches: Erweckungspulver, das der Bokor dem Opfer verabreicht, um es “wiederzubeleben” und gleichzeitig gefügig zu machen.
  • Sumach (Jupiter, Merkur) enthält Urushiol, das auch zum Totenbalsamieren benutzt wurde, auch für den hübschen Chinalack und das makaber erscheinende Ritual der Selbstmumifizierung bei einem japanischen Mönchsorden. Fünfzipfelige Blüten deuten auf Venus, der embryoartige Kern von der auch zur Pflanzenfamilie gehörenden Mango und Cashewnuss verraten Pluto. Alle Sumachgewächse enthalten mehr oder weniger hautreizende Substanzen.
  • Stapelia (Venus, Merkur/Jupiter) Aasblume, Leuchterblume, Wachsblume duften entweder betäubend oder stinken nach Verwesung. Schlangenblume ist auch ein bezeichnender Name. Ihre fünfzipfelige Blüte verrät die Venus.
  • Thuja occidentalis (Mond Saturn) enthält Thujon, ein Nervengift und wurde als Abortivum gebraucht. Totenkult, zusammen mit Zypresse.
  • Tollkirsche, Atropa belladonna (Venus, Mond/Saturn), Belladonna wurde als pupillenerweiterndes Schönheitmittel seit der Antike gebraucht – sehr giftig, gefährlich für Kinder, da die schwarzen Beeren süsslich schmecken.
  • Vinca minor, Immergrün (mit Neptun/ Merkur): giftig, enthält Vincamin -> früher ein potentes Mittel bei Schlaganfällen. Als Kränze im Totenkult gebräuchlich.

Wegen der Toxizität der meisten Pluto-Pflanzen werden sie zu Heilzwecken entweder schulmedizinisch standardisiert verabreicht, sind verschreibungspflichtig oder nur homöopathisch ab D3/D4 oder höher erhältlich.

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Blaue Gefahr: Eisenhut – Aconitum napellus blüht erst im Oktober.
Er ist ein wichtiger Nektarspender für Hummeln. Typisch Pluto:
Düstere Ausstrahlung, sehr giftig und fratzenhaft aussehende Blüten.
In der Homöopathie (D12) als Mittel gegen Fieber und Panikattacken.

Plutopflanzen stellen oft einen wesentlichen Bestandteil von sogenannten Flugsalben dar, sie wurden auch zu schamanischen Ritualen verwendet – auch das ist ihrer (gefährlich) transformatorischen Kraft zuzuschreiben. Flugsalben waren wohl ursprünglich Schlaf- oder Fiebersalben, deren Gehalt an psychoaktiven (toxischen) Wirkstoffe man im Lauf der Zeit erhöht hat. Alle überlieferten Flugsalben enthalten extrem giftige Substanzen, selbst Ethnologen schrecken davor zurück, derlei Rezepturen auszuprobieren. Bei so einem Selbstversuch kam der Hexenforscher Carl Kiesewetter ums Leben.

Typische Bestandteile:

  •  Radix Belladonna
  •  Aconitum napellus
  •  Folia Malvae
  • Hyosyamus niger
  • Solanum nigrum
  • Potentilla reptans
  • Papaver somniferum
  • Conium maculatum
  • Helleborus niger

Die Pflanzen wurden kleingeschnitten und in Schweinefett gesotten. Die Einreibung erfolgte auf der Brust oder der Arminnenbeuge bzw. in der Achselhöhle. Durch die hauterregenden Wirkstoffe, die Kribbeln oder ähnliche Missempfindungen auslösen, glaubte man im Stadium des Rausches vielleicht an eine Gestaltwandlung in Tiere: Bären oder Wölfe. Gerade der Eisenhut oder Schierling, die auch als äusserliche Schmerzmittel eingesetzt wurden, spielen in Werwolfssagen eine Rolle. Quelle: Dr.Wilfried Weustenfeld: “Die Rauschdrogen der Hexen und ihre Wirkungen”.

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Vinca minor – Symbol des Lebens nach dem Tod. Ein heimisches Oleandergewächs.
Heilpflanze, und giftig, wie alle Apocynaceae. ©beast666 2012.

Räuchermittel für Pluto-Rituale:

  • Oppoponax, Styrax, Myrrhe, Eisenkraut, Minze, Malve … ohne atropopäische Komponeneten – z.B. für Ahnengedenken zu Samhain.

Atropopäische Bannräucherung:

  • Chili, Copal schwarz, Fichtenharz, Wermut, Minze, Thuja, Tabak, keine Räuchermischung für zuhause und auch im Freien nicht einatmen!!

Das Elektions-Horoskop als Diagnose-Instrument:

Nach alter astromedizinischer Lehre sind folgende Faktoren für Krankheiten zuständig:

  • Der Geburtsherrscher (regiert den ASC)
  • Zeichen des  6.Hauses
  • Planeten im 6. Haus
  • Die klassischen Übeltäter Saturn (der gewichtigere) und Mars
  • Körperliche Dispositionen kann man auch noch am 2. Haus (des Körpers) ablesen

Diese Stellungen zeigen gewisse Neigungen und Veranlagungen bereits im Radix. In früheren Zeiten wurden diese Annahmen auch für die Auswertung der sogenannten Dekumbitur herangezogen: Das Horoskop des Augenblicks, in dem ein Patient sich wegen seiner Krankheit ins Bett legen muss. Eine Radix der Krankheit und ihrer möglichen Prognose. Wie bei allen stundenastrologischen Betrachtungen wurde besonderes Gewicht auf die Stellung des Mondes auch in einem solchen Krankheitshoroskop gelegt, um deren Verlauf einzuschätzen: Letzter (separativer) Mondaspekt zum AC-Herrscher-> Ursache, nächster Mondaspekt – Verlauf, letzter im Zeichen : Ausgang.

Zum Schluss noch eins: Ein Heilkräuter-Brevier ersetzt nicht diagnostische Abklärung von Beschwerden durch Arzt oder Heilpraktiker! Viele verordnen immer mehr Naturheilmittel – einfach  nachfragen.

 

Posted by on November 21st, 2016 Kommentare deaktiviert

Das Wasserelement – Yin, Westen, Emotion

aqua

Das Wasser-Element: Beherrschende Kraft unseres Planeten.
Ocean Born ©scrano 2013

Korrespondenzen des Wasserelements:

Zeichen:

  • Fische: mutabelNeptun, Jupiter in seinem Nachthaus
  • Krebs: kardinalMond/Luna
  • Skorpion: fixPluto, Mars im Nachthaus

Tarot: Kelche

  • Yin: Königin, mutabel
  • Yang: König, fix
  • Page, Ritter, kardinal

Farben:

  • Blau, violettblau, grausilbern, seegrün

Alchemie:

Nach unten zeigendes DreieckWater

Elemental:

  • Undinen,
  • Westen,
  • Gabriel
  • Zephyros

Tage:

  • Montag – Luna

Pflanzen:

  •  Gardenie, Lilie, Jasmin, Mohn, Kakteen und Sukkulenten (mit, Mars, Saturn), Kürbisgewächse, Algen

Signatur:

Nachtblüher, fleischig, wasserliebend, Sumpf-Gewächse, weisse oder zartblaue Blüten, beruhigend, schwerer Duft, kühlend, schmerzlindernd, Frauenkräuter (mit Venus), Milchsaft.

Öle:

  • Kampher,
  • Jasmin,
  • Anis.
  • weisses Sandelholz
  • Myrte

Tiere:

  • alle Wasserlebewesen, Mollusken (Schnecke), Amphibien, nachtaktive Tiere.

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Dem Wasser, zu dem die Yin Variante “Passive Bewegung” passt ist in jedem Elementesystem die weibliche Urkraft zugeordnet. Daher wird es auch in erster Linie vom Mond regiert, wie die realen Wasservorräte der Erde auch. Allen Wasserzeichen haftet diese Mondhaftigkeit an, sogar dem Skorpion, dem in der klassischen Astrologie der Mars in seinem Nachthaus zugeordnet war. Allerdings muss man wissen, dass Ares/Mars quasi eine weibliche Seite hat, er ist fleischgewordener Zorn einer verschmähten Frau. Von Hera, des Göttervaters Gattin. wurde er ohne männliches Zutun in die Welt gesetzt, gänzlich aus ihr selbst heraus.  Wie Athena Pathenos von Zeus, der brauchte aber noch eine Göttin dafür: Die personifizierte Weisheit, Metis. Erst dann gab es die berühmte Kopfgeburt, welche seine Gattin so erboste. Hera ist aber die Verkörperung der Saturn/Mond Achse des Zodiak, daher hat ihr Sprössling auch mondhaft-kindliche Züge: Ein ewig dreijähriges Riesenbaby, das schmollt und trotzt. Die Emotion ist die Kraft und die Krux der Wasserzeichen, ihr Element fliesst aus der Seelenschale des Mond-Symbols.

Element-Zustände des Wasser-Trigons:

  • Krebs: Fliessendes Wasser, hervorsprudelnd, Quelle
  • Skorpion: Stehendes Gewässer, Eis
  • Fische: Fein verteiltes Wasser ohne Grenze: Nebel, Wolke mit Luft, Dampf mit Feuer, Sumpf mit Erde. Der alles umfassende Weltozean.
Elemente-Rad, modern/psychologisch interpretiert.©scrano 2016

Elemente-Rad, modern/psychologisch interpretiert.
©scrano 2016

Die Element-Typisierung hatte auch Einfluss auf die Humoralpathologie der Antike: Vier Körpersäfte – Blut/Schleim und schwarze/gelbe Galle zirkulieren frei und unbehindert, solange der Mensch in Homöostase (Gleichgewicht) befindlich ist. Diese “Säfte”, wobei der Begriff nicht unbedingt wörtlich zu nehmen ist, werden dann vier Temperamenten zugeordnet – Sanguiniker/Blut, Phlegmatiker/Schleim, Choleriker/gelbe Galle und Melancholiker/schwarze Galle. Mit der Temperament-Lehre als eher geistigem Konzept experimentierte auch Hans Eysenk, ein bekannter Psychologe, der sich mit der Erforschung von  Persönlichkeitsstrukturen beschäftigte,

Neben der psychologischen Zuordnung kann man auch eine physikalische Interpretation finden: Natürlich war eintsprechend der Denkweise der alten Griechen das Wort Element nicht im chemischen Sinne eines Periodensystems gemeint. Im antiken Griechenland war man mehr auf umfassendere Prinzipien im Sinne der idealen Formen Platos ausgerichtet. Also wären demzufolge eher Zustandsbeschreibungen mit den Elementen gleichzusetzen: Fest-Erde, flüssig-Wasser, gasförmig-Luft, Plasma – Feuer.

Zu den verschiedenen Persönlichkeitsmodellen: HIER eine schnelle Übersicht – allerdings in englischer Sprache.

 

Posted by on November 19th, 2016 Kommentare deaktiviert

Plutos Prüfungen: To Hell and Back …

Pluto: Fleurs du Mal ?

Pluto: Fleurs du Mal ? Nicht so ganz!
Hades Flowers, ©scrano 2014

Pluto, die höhere Oktave des Mars: Der Schatten der Unterwelt.

Die Ursache von Samsara.

“Everything must GO”, Senator Kreutzer in “Wild Palms”.

Der äußerste Planet bewacht die Finsternis als Herrscher im Reich der Schatten.

Götter: Der Jahreskönig, Hades, Pluto, Shiva, Luzifer (Asmodeus+Mephisto), Serapis, Seth, Anubis, Osiris (mit Saturn), Orpheus, Dionysos, Cernunnos, Annwyn, Baron Samdi (mit Saturn)

Tartaros, der dunkelste Ort des Hades (die am stärksten angstbesetzte, unheimlichste Form des 8.Hauses und des Skorpionprinzips): Bestrafung der Hybris (Sonne, Löwe, 5. Haus), des Besitzstrebens (2.Haus, Venus, Stier) und des Auflehnens gegen die natürliche Rechts-Ordnung (11. Haus, Wassermann): Ixion, Sisiphus und Tantalos vergingen sich gegen die natürliche Ordnung und begingen damit die Sünde der Hybris.

Aus dem schwarzen Mond geboren: Hera, in ihrer Rolle als weiblicher Saturn (Gegenpol zum eigentlich mütterlichen Krebs-Mond) → bringt den Ares, den griechischen Mars, hervor, weiblicher Zorn als verselbstständigter Archetyp. Steht der feurige Mars in der Repression, im vom Wasserelement beherrschten Nachthaus des Skorpion, drückt er sich in Yin-hafter Weise aus: Aus dieser brodelnden, dampfenden Vereinigung der elementaren Gegensätze resultiert das Pluto-Prinzip.

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New Horizons: Pluto-Vorbeiflug 2015
quelle:wikipedia

Mythologisch stellt Pluto den dunkelsten Teilaspekt des Zeus/Jupiter dar, Zeus Chtonios, der unterirdische oder andere Vater, Dis Pater, wie ihn die Römer nannten. In dieser Funktion ist er auch Vater des schamanischen Ekstase-Gottes Dionysos. Poseidon/Neptun ist ein weiterer solcher Anteil Jupiters. Hier hat man wohl all die furchteinflössenden weiblichen chtonischen All-Mutter Göttinnen der Jungsteinzeit und der frühen Bronzezeit hineingepackt, um der männlich interpretierten Ratio als Kopfgeburt (Athena) des eisenzeitlichen patriarchalen Zeus zum Sieg zu verhelfen.Die parthogenetische Geburt des Ares ist auch ein Hinweis auf solche Verdrängungsprozesse. Insofern stehen Pluto und Mars sowohl psychologisch alsauch mythologisch in einer Beziehungskette.

Göttinnen: Die dunkle Mutter, religiöses Matriarchat mit Jahreskönig, Necesssitas oder Ananke, Coatlicue, Caillleach, Kali, Nyx, Persephone, Nephtys, Ereschkigal, Hel, Nemesis, Medea, Lilith. Frau Holle, Maman Brigitte, die Ghede des Voodoo.

Alfons_Mucha_-_Medea

Plutonischer Archetyp:
Magie, Rache, Obsession und Mord:
Kolchische Priesterin Medea.
quelle:wikipedia

Dreigestaltige weibliche Gottheiten wie Morrigan: Mabd, Macha, Nemain oder Hekate trivia und ursprünglich auch Demeter, Kore, Persephone. Die drei Parzen, Moiren und Nornen, alles Schicksalsgöttinnen, denen auch die restlichen Götter unterworfen sind. Die gefürchteten Eumeniden oder Erinnyen, bei den Römern Furien genannt. Im hohen Norden waren wohl Freyja, Frigg und Hel ebenfalls ein solches Dreiergespann.

Psychologisch: Das Verborgene, die Sippe, das Kollektiv, das Verdrängte (abgespaltene Lebensbereiche, Persönlichkeitsanteile), die verdeckte Machtausübung, Gene, Karma, Vorfahren, Unerbittlichkeit der Natur, Zweifel an der Sinnhaftigkeit der individuellen Existenz, Überlebens-Trieb, Passion, Fanatismus, Eifersucht, faustischer Pakt, Fluch, Verschreibung, Macht und Ohnmacht, Amour Fou, Begehren, Obsession, Bondage, Kontrolle, Zwang, Sex-Trieb, S&M, OCD, Unterwerfung, Dominanz, Sklaverei, Schuld und Sühne, tiefe Depression(mit Saturn), Luzifers Sturz (mit Uranus), Scham, Nekrophilie, Seelenangst( mit Neptun),Verlust, Scharfrichter, Strafe, Nemesis (mit Saturn), Hass, Vergeltung, kalte Wut, Repression, Unfähigkeit zur Vergebung: Der Schritt von Passion → zu Compassion.

Kulturen:

  • Sparta: Ares/Pluto
  • im Vergleich dazu das republikanische Rom: Mars/Saturn
  • Ägypten: Osiris/Sethos, Serapis
  • Moderne Diktaturen mit sozialdarwinistischen Zügen und ethnischen Säuberungen: Hitler, Stalin, Bosnien.
  • Moderne Monstren, born to kill: Serienmörder, Stalker, Vergewaltiger, Psychopathen ?

aber: Ex Tenebris Lux!

Einen Hinweis zum wahren Wesen Plutos finden wir in der griechischen Mythologie:

Beim Übersetzen über den Styx müssen an Charon 2! KUPFER-(Venusmetall) Münzen bezahlt werden: Ablegen der Bindungen aus Haus 2/Stier/Erde/Materie. In der Magie müssen vor dem Ritual alle METALL-Gegestände (Reichtum, Materie) abgelegt werden.

Aus dem Loslassen und der Erfahren der “Letzten Wahrheit” wird erst die Evolution zum spirituellen Wesen möglich: Auferstehung, Gnosis, die Schlüssel zum Königreich des Himmels, Pluto ist auch der Herr des Reichtums (materiell+Wissen). Er trägt auch symbolisch Schlüssel, genauso wie Hekate, eigentlich die mythologisch ältere Vertreterin des plutonischen Archetyps.

Kulte: Archaische Dionysosmysterien ausschliesslich für Frauen mit mänadischer Raserei, in transzendierter Form: Orphische Mysterien mit Zagreus/Dionysos/Orpheus als Erlöser und geopferter Gott (mit Neptun-Aspekt), Demetermysterien von Eleusis.

Weitergabe des Lebens an die nächste Generation: Erneuerung durch Transformation, Evolution nur durch Aufgabe des Alten.

Auch bei den Ägyptern im Osiris-Mythos, den Initiationen der Isis-Mysterien und im Schamanentum der zentralasiatischen Völker gibt es ähnliches. Moderne Initiationsbünde: 3. Grad der Freimaurer-Initiation behandelt die eigene Endlichkeit: Macbenach – er lebt im Sohn. Bei Mysterienkulten wird in den Initiationen generell das symbolische Erleben des eigenen Todes in den Mittelpunkt gestellt. Im Schamanentum wird diese Schwellenerfahrung durch die sogenannte Berufungskrise erlebt, wobei sie hier im Extremfall weniger abstrakt, sondern vielmehr direkt und physisch als Nahtoderlebnis durchlitten wird.

Also gibt es auch Positives über Pluto zu berichten:

Intensität, Wahrheit, Suche nach den “Dingen hinter den Dingen”, Tiefe, Tiefenpsychologie, Mythen, Archetypen (mit Uranus), Loyalität, Prinzipien, Standhaftigkeit, Entbindung vom Körperlichen, Selbstüberwindung,, Loslassen, Verlustbewältigung, Martial Arts, Zen-Übungen und Meditation (mit Neptun), Schamanische Reisen (mit Merkur oder Jupiter), Selbstbeherrschung, tiefe Einsichten.

  • Bei Naturvölkern und in der Magie: Entsühnung von alten Seelenverträgen.
  • Im Buddhismus stellt der ACHT-fache Pfad → Anleitungen zum Lösen vom Begehren (dem oralen Prinzip des Venus-Gegenpols im 2. Haus) dar.

Im alten Schwellenplaneten Saturn trifft man schliesslich auf die Vereinigung von irdischen und tranzendenten Aspekten: 2+8 : Zehn(tes Haus, Steinbock), pythagoräische Perfektion, Bereitschaft Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen. Hierzu ist die transformatorische Kraft des Pluto notwendig, um über sich hinausgehen zu können. Nachdem die materialistischen Bestrebungen des 2. Hauses im 8. als Irrweg erkannt sind, kann man sich über die Sinnfindung des 9. Hauses dem irdischen Lebensziel (10.Haus) nähern.

Orte und Geltungsbereich des Pluto-Prinzips: Höhlen, Grüfte, Friedhöfe, Ölfelder, Minen, Vulkane, Sümpfe, Abfall, Kompost, Erdöl (Neptun), Unterwelt, Geister, Untote, Pathologen, Bestatter,, Archäologen, Kryptologen, Atomphysik, Logen, Geheimdienste, Geheimbünde, Mafia, Auftragskiller, Sniper, Magische Zirkel, Hexen-Coven, okkulte Orden, militärische Orden.

Herrscher über 8. Haus, Skorpion und Co-regent von Widder  (Mars in seinem wässrigen Yin-Nachthaus)

Im Exil: Stier, 2. Haus, Waage 7. Haus

Erhöhung, Fall: Wie Mars, in Steinbock und Krebs

Tag: Dienstag (mit Mars)

Zeit: Frühling+Herbst, Samhain+Beltane: Abnehmender und Dunkler Mond (nicht Neumond)

Farben: magenta, rot, schwarz

Zahlen: acht, null, die Mond- und Venuszahl dreizehn, neun und drei (dunkler Jupiter, Dis Pater). Neun ist auch die Zahl Odins, der auch einen Hades-Aspekt trägt (Totenheer).

Qualität: fix, Wasser, Yin, Gegenpol zur 2 in der 2/8 Achse: Resourcen, Materie, Bindung, Körper: Macht die Endlichkeit spürbar, regiert über Regeneration und Sexualität als treibende Kraft für den ewigen Kreislauf des Lebens.

Chakra:  Pluto symbolisiert eher Kundalini, als ein Chakra.

Alchemie: Nigredo, der Wolf, Putrefactio, Prima Materia, Caput Mortuum → siebenmal wirst Du die Asche sein … die acht bringt die Transformation.

Kristalle: Magnetit, Hämatit, Granat, Obsidian.

Richtung: Norden, Azrael

Metall: Eisen, Wolfram, radioktive Elemente

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Ich mach heute mal auf Pluto.

Tiere: Skarabäus, Skorpion, Schlange, Spinnen, Nacht-Tiere: Eulen, Wolf, schwarze Tiere (besonders Hunde). Aasfresser: Geier, Schakal. Fledertiere. Insekten die die Stadien Larve-Puppe-Imago durchlaufen: Paradebeispiel Schmetterling.

Mythologische Kreaturen: Cerberos (3 Köpfe) Phoenix, Werwolf, Vampir, Hydra: NEUN Köpfe, Fenris-Wolf. Ourobouros. Midgard-Schlange, Nydhogg, Medusa. Die Schlange am Weltenbaum.

Pflanzen: Lebensfeindliche, giftige: Eisenhut, Nachtschatten (mit Saturn, Mars), Kasteiung und Regeneration: Brennessel (Mars/Pluto+Venus), Rauschmittel mit gefährlichem Grenzerfahrungs-Effekt (Alkaloide, mit Saturn), fleischfressende Pflanzen (mit Mars), Aasblumen (mit Saturn), Aristolochia-Arten, Aaronsstab-Gewächse. Die Minzen sind durch den Mythos der Nymphe Minthe mit Pluto verbunden. Die Korrespondenzen des Pluto stimmen im wesentlichen mit denen der Hekate überein, diese hat aber eine zusätzliche Funktion als Hebamme des Lebens, daher werden ihr auch die Frauenkräuter zugeordnet.

Signatur: Im Sumpf oder vulkanischen Einöden wachsend, düstere Ausstrahlung, Herbstblüher, blutroter Saft (Mars), modernd, gärend, als Fermentationsmittel verwendbar, Dunkelkeimer, treibt nach Gärung des Samenmantels.

Baum: Pappel, Erle, Thuja, Wermut (mit Mond), Granatapfel (mit seinem Gegenpol Venus).

Duft: Oppoponax, Myrrhe

Organe: Keimbahn, Geschlechtsorgane, Ausscheidung, Enddarm, Schliessmuskel, Regenerationsfähigkeit, der Nacken, die Faust (mit Mars)

Anfälligkeiten: Venerische Krankheiten (8. Haus) , Gendefekte, Reproduktionsprobleme, Hämhorroiden.

Korrespondenzen:

Tarot: Der Teufel, Der Tod, Achten, Judgement (Die Erneuerung). todBeim Tod ist im Waite-Tarot vor allem die Symbolik der weissen Rose als umgekehrtes Venus-Pentagramm auffällig. Auch der plutonische Schmetterling taucht auf: In den Schwerterkarten symbolisiert er die Wandlung der Seele (Königin, König).

Rituale: Schutz, Transformation, Erneuerung, Bannung, Vergeltung, Macht, Wissen, Nekromantie, Tantra der linken Hand, Sexual-Magie → Orgasmus als Le Petit Mort.

Conjunctio in der Alchemie als Überwindung von 2/8. Hieros Gamos: Erzeugung von Materie: Saturn 8+2 !

Entdeckung: Percival Lowell und 1930 Clyde Tombaugh (Namen!) am Rande der Oort´schen Wolke → Quelle des Lebens (Kometen)!

Glyphe: Ähre aus dem Demeter-Mythos, PL für Percival Lowell, Gral, dunkler Mond, Eclipse von Sonne, Mond und Pluto.

plutosymbol KopieMundan seit den 1930iger Jahren (seiner Entdeckung).

  • im Zwilling: Imperialismus, Mercantilismus, Massenkommunikation -> Telefon, Radio, Massenmedium Zeitung (Hearst -> Citizen Kane)
  • im Krebs: Heimat, Familie, Vorfahren, Vaterland, Blut & Boden -> Faschismus, Entdeckung der DNA, Atombombe -> Übergang zum Löwen
  • im Löwen: Individualismus, Status-Symbole, Selbstverwirklichung, Superhelden, Raumflug, Kalter Krieg (Ego-Posieren der Supermächte), Individualverkehr, Individual-Kino (TV).
  • in der Jungfrau: Gesundheitsbewusstsein, Hygiene, Medizin, Ernährung, Verwaltung (IT-Zeitalter beginnt), Tierschutz für Haustiere, beginnendes Umweltbewusstsein
  • in der Waage: Emanzipation, Aufbrechen ders Rollenverständnisses, Verbreitung der Pille: Abkopplung der Fortpflanzung vom Sexualverhalten (Venus!), Aufklärungswelle, Sexindustrie, Kommunen, antiautoritäre Erziehung, Friedensbewegung
  • im Skorpion: Banken und Börse gewinnen an Macht, AIDS, Zusammenbruch des Kommunismus, Anti-Atomkraft, Grüne Bewegung nimmt Fahrt auf: Recycling und mehr Bewusstsein für Umweltverschmutzung und Müllberge, militanter Tierschutz
  • im Schützen: New Age, Internet, Globalisierung, Aufblähung des Finanzmarkts: Zockertum, Fernreisen, Kreuzzüge (Islamismus, Evangelikale), Welthandel
  • im Steinbock: Sparkurs, Rückschrumpfung, Ernüchterung, Resourcenknappheit, Festhalten an starren Strukturen, aber auch mehr Verantwortung und Nachhaltigkeit, Landwirtschaft
  • beherrscht Weltwirtschaft → 8. Haus, die gemeinsamen Resourcen.

Lebensbereiche : Massen, Macht, Ausbeutung, Reichtum, Tod, “okkult”, Erfolgs- und Schwarzmagie, Manipulation.

Literatur: Dostojewski, Goethe, Poe, Sartre, Camus, John Milton (Paradise Lost), Lovecraft, Gothic Novels, Stoker, Shakespeare’s Königsdramen,

VIP, berühmt oder berüchtigt: M.Luther, M.Gandhi, I.Gandhi, A.Hitler, T.Bundy, Bruce Lee, Grace Kelly, Björk, N.Paganini, Nehru, J.Stalin, C.Manson, A.Nasser, Prince Charles, A.Hitchcock. Hier wirkt der Pluto-Archetyp auf vielfältige Weise: Dominanter (elevierter) Planet, ASC oder Sonne Skorpion etc.

Filme: Joe Black, Dracula, Wolf, Twilight, The Long Kiss Goodnight, Der Pate, Die Neun Pforten, Tomb Raider, Dancer in the Dark – beonders düster! Sieben, Alien. James Bond 007: inbesondere mit Sean Connery, Timothy Dalton, Daniel Craig.

Dokus: Nachtmeerfahrten: C.G.Jung.

Bildende Kunst: Picasso, Dali, Symbolismus (mit Neptun), Surrealismus (mit Uranus), Auguste Rodin.

Musik: Trommeln, Hard Rock, Heavy Metal, Goth, Björk

Symbolik der Acht in der Mythologie

Fluto und seine Symbole: Höhle, Granatapfel, Schlange, der dunkle Verführer, Schätze. Kali und Shiva, die den Kreislauf von Werden und Vergehen antreiben.
Tarotkarte XX, “Das Gericht”: Die Auferstehung, das Loslösen von der Materie.

Pluto symbolisiert auch unsere Beziehungsfähigkeit, die sich auf Grund unserer Interaktion mit den Eltern, deren eigener Beziehung und dem daraus resultierenden Umfeld definiert. Er ist der notwendige Gegenpol der Venus im 2. Haus des Du, Besitzenwollens und der Fähigkeit zur Fortpflanzung, und stellt mit seinem Domizil, dem achten Haus, den gemeinsamen Besitz, das Loslassen und die gelebte Sexualität dar. Es ist das Prinzip von “Stirb und Werde” das in der Beziehungsachse des Zodiak herrscht: Eros und Thanatos. Oder “Sex, Tod und Steuern“, wie es jemand einmal auf den Punkt gebracht hat. Besonders, wenn Pluto einen harten Winkel mit dem Mond bildet, haben wir uns der Meinung der Mutter unterwerfen müssen, wenn mit der Sonne dann der des Vaters. Bei weichen Aspekten ist es mehr eine Art subtiler Anpassung. Wo die Schicksalsgöttin Ananke Leiden für uns bereithält, hängt von der Plutostellung nach Haus und Tierkreiszeichen ab. In diesem Lebensbereich gilt oft „Leiden ist geil“, daher werden hier auch karmische Altlasten ausgelebt. Obwohl oft auf die Sünde der Hybris zurückzuführen, werden Plutos dunkle Geschenke meist als äusseres Schicksal empfunden. Pluto als dunkler Verführer ist ein zweifelhafter Berater, weil er unser zwanghaftes Verhalten symbolisiertund uns deshalb in Verstrickungen und Abhängigkeiten führt, obwohl wir glauben hier Macht ausüben zu können oder zu wollen. Dort wo bei uns in der Kindheit Macht und Druck ausgeübt wurde, neigen wir später dazu, ebenfalls Macht und Druck auszuüben, um unsere Ohmachtsituation während der Kindheit zu kompensieren. Im Grunde genommen versuchen wir durch den Pluto jene Eigenschaften in anderen zu kontrollieren, derentwegen wir selbst die Kontrolle verlieren. Nicht umsonst ist Pluto der Archetyp, der wohl als Patron der BDSM-Szene gelten kann (Fifty Shades Of Grey, anyone?). Im Pluto liegt auch der Preis unserer Wahlmöglichkeiten, sich über die Materie zu erheben, Lasten abzuwerfen und Dinge loszulassen, die oft Abhängigkeiten mit sich bringen und uns in die Falle locken.

Die Hausstellung von Pluto ist ein Hinweis auf diejenigen Schattenseiten, welche uns in den eigenen Beziehungen manchmal schmerzlich bewusst werden. Wohin Pluto seinen Schatten im Horoskop wirft, ist die “Twilight-Zone“, wo wir Macht und Ohnmacht erleben.

Entführung der Kore durch Hades

Entführung der Kore durch Hades, quelle:wikipedia

Hier sitzt der Schmerz des Verlusts besonders tief, wenn wir das Opfer bringen müssen, um unseren eigenen Weg zu gehen und uns von Fremdbestimmung zu befreien. Ein gutes Literaturbeispiel für SciFi oder Fantasy-Leser: Rocannons Welt von Ursula LeGuin. Es thematisiert auch die nordischen Mythen, besonders Odins Suche nach der ultimativen Weisheit, und dem damit verbundenen Opfer, das auch Motive des Neptun-Archetyps anspricht. Auskunft über die Natur plutonischer Beziehungen gibt auch der Demeter-Mythos. Hier muss Kore/Persephone unter der Hybris ihrer Mutter leiden, weil diese ihr eine Entwicklung zu erwachsenen Frau verweigert. Dies erregt den Zorn der Aphrodite: Sie stachelt Hades/Pluto an, Eros Pfeil trift bei ihm ins Schwarze und das ewige Mädchen Kore und ihre Mutter Demeter müssen sich den Gesetzmässigkeiten von Ananke unterwerfen. Als Persephone landet die Tochter in den Armen ihres Ent- oder eher Verführers aus der Unterwelt und wird zu seiner Königin. Wie das bei plutonischen Beziehungen häufig der Fall ist, findet sich einer der Partner gefangen in einer für ihn überwältigenden Realität wieder. Daher läuft die frustrierte Persephone auch heim zu Muttern, was aus Zeus’ Geheiss zum legendären Deal führt: Während des Sommerhalbjahrs darf Kore als Vegetationsgöttin (Veilchen) auf der Erde wandeln, die dunkle Jahreszeit verbringt sie als Winterkönigin bei ihrem Gatten. Ausgehandelt wurde dieser Ehevertrag natürlich vom grossen Kommunikator des Olymp: Dem gewieften Hermes oder Merkur, der als Psychopompos wie auch Hekate zwischen den Welten reisen darf. Letztere tut dies aber nur bei Nacht. Auch der Granatapfel als Plutos Symbol hat hier seinen Ursprung: Persephone isst von dieser Frucht der Unterwelt, die ihr von ihrem Gemahl (Pluto=Manipulation!) schlauerweise als Zeichen der Vermählung angeboten wird, daher kann sie ihre Ehe nun nicht mehr annulieren lassen. Sie muss sich transformieren und ihre natürliche Bestimmung als erwachsene Frau annehmen.

Man wird nicht erleuchtet, indem man sich Figuren des Lichts vorstellt, sondern indem man sich der Dunkelheit bewusst wird.
Carl Gustav Jung

Leiden ist nicht geil, aber führt zu Wandlungsprozessen“
Dobrin M. Antonov

Selige Sehnsucht

Sagt es niemand, nur den Weisen,
Weil die Menge gleich verhöhnet,
Das Lebend‘ge will ich preisen,
Das nach Flammentod sich sehnet.
In der Liebesnächte Kühlung,
Die dich zeugte, wo du zeugtest,
Überfällt die fremde Fühlung
Wenn die stille Kerze leuchtet.
Nicht mehr bleibest du umfangen
In der Finsternis Beschattung,
Und dich reißet neu Verlangen
Auf zu höherer Begattung.
Keine Ferne macht dich schwierig,
Kommst geflogen und gebannt,
Und zuletzt, des Lichts begierig,
Bist du Schmetterling verbrannt,
Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und Werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.
Goetheskull

Pluto Schlüsselworte:

  • Erkenntnis der eigenen Bestimmung
  • Absurdität in kleinlichem Verhalten und Bestrebungen
  • Sich der absoluten Wahrheit stellen

Schlüsselfragen:

  • Wo und wie kann ich meinem Leben Bedeutung geben ?
  • Wie erkenne ich die Bedürfnisse und Notwendigkeiten der Welt?
  • Wo muss ich mich vor Dominanzbestrebungen und Manipulation hüten,
  • Wie vermeide ich Machtkämpfe in Beziehungen?

Retrograder Pluto:

  • Angst vor “Ausgeliefertsein”
  • Sich nicht zur erkannten Wahrheit bekennen
  • Kann zu Bescheidenheit und Mässigung in der Machtausübung führen.

Kritischer Pluto:

  • Harte Aspekte zu den persönlichen Planeten, besonders Quadrat.
  • Konjunktion: abhängig von den restlichen Aspekten und Hausposition
  • Besonders harte Saturn/Pluto Aspekte haben es in sich.
  • Pluto in 12: Repression und Ohnmacht, Sündenbock (mit Saturn eine sehr karmische Stellung), muss stellvertretend die Schattenthemen der Gesellschaft ausleben (Negativer Aspekt vom 12. Haus: Anstalt, Gefängnis)

Weitere Aspekte:

  • In Verbindung mit Pluto-Themen stehen auch Mondknoten, Lilith, der Apogäumspunkt des Mondes, Sonnen- und Mondfinsternis, Vesta und der Centaur Nessus (Rachethematik).
  • Besonders stark wirksam ist das Plutoprinzip: In den Yin-Wasserhäusern, Erdhäusern: Vor allem im 10. und 4. Haus, der karmischen Achse der Familie und Inkarnation (Eltern, Erblasten, “Familienfluch”).
  • Als Dispositor von Mars → 1. Haus, da er hier als Mitregent von Widder wirkt, einer der Charismafaktoren, neben Neptun und Chiron.
  • Pluto ist sehr bedeutsam in der Synastrie, wie alle transpersonalen Planeten.
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Unendlichkeit und Wandel: Plutos Kräfte drücken sich auch in der Zahl Acht aus.
Sie kennzeichnet auch den Skorpion, achtes Zeichen des Zodiak und sein
zugehöriges Haus. Infinity dissolving ©scrano 2013

 

 

Posted by on November 13th, 2016 Kommentare deaktiviert

Magischer November – Wolfsmond

November

November ©scrano 2015
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November – am Übergang zum Winter:

November, Novembris leitet sich vom lat. novem = Neunter, ab.

Im römischen Kalender war der November ursprünglich der neunte Monat (lat. novem = neun). Das Jahr begann damals mit dem 1. März., dem Tag der Einberufung der neuen Rekruten auf dem Marsfeld. Im Jahr 153 v. Chr. wurde der Jahresbeginn allerdings um zwei Monate vorverlegt, sodass die direkte Beziehung zwischen Name und Monatszählung verloren ging.  Im November herrscht hautsächlich noch der finstere Pluto mit seinem Zodiakzeichen Skorpion, erst Ende des Monats wechselt die Sonne in den Schützen.  Jupiters Zuversicht begleitet uns dann als eine Art Santa Claus in die Vorweihnachtszeit.

Passend zu seinem prägenden achtbeinigen Zodiakzeichen erinnert der November uns daran, dass unser irdisches Leben vergänglich ist, dass Zyklen enden, bevor ein neuer Anfang gemacht werden kann. Auch dass die Seele, um die Materie zu transzendieren, den Körper verlassen muss. Die Acht symbolisiert auch den Ourobouros und die Lemniskate, beides Sinnbilder der Unendlichkeit. Die Darstellung als Schlange ist ein Verweis auf die urprüngliche Dreiform des Zeichens: Schlange(Skorpion)-Adler-Phönix. Schlange und Skorpion wurden in der Antike und im Mittelalter häufig synomym verwendet. Selbst bei Harry Potter wird dies thematisiert: Das Haus Slytherin ist eigentlich dem Skorpion zugeordnet, Autorin Rowling wählt aber die von der Symbolik zu ihren Geschichten besser passende Schlange.

  • Slytherin-Skorpion – Wasser
  • Hufflepuff-Stier – Erde
  • Ravenclaw-Wassermann – Luft
  • Griffindor-Löwe – Feuer

Die vier fixen Zeichen des Zodiak werden schon in Babylon mit den Weltecken assoziiert. Auch die vier Evangelisten findet man mit den Symbolen dieser Zeichen dargestellt:

  • Markus-Löwe
  • Matthäus-Wassermann
  • Lukas-Stier
  • Johannes-Adler, hier wird die reifere, spirituelle Form des Skorpion gewählt.

Die gleiche Symbolik floss auch in den Tarot ein, die Karten X, “Rad des Schicksals” und XXI, “Welt oder Kosmos” zeigen ebenfalls diese Zuweisungen in ihrer Ikonographie.

Für die Vergegenwärtigung des Endlichen, aber auch die Hoffnung auf den Neubeginn gibt es im Monat November verschiedene Gedenktage:

  • Am 1. November feiert die katholische Kirche das Fest „Allerheiligen“, am 2. November das Fest „Allerseelen“. Auf den Friedhöfen werden die Gräber schön geschmückt und Grablichter entzündet. Der 1. November ist der Gedenktag aller Heiligen oder Märtyrer, der 2. November der aller Verstorbenen. Das Fest hat seinen Ursprung im Jahr 609 oder 610, als Bonifatius IV. das Pantheon in Rom, welches zuvor als Heiligtum der gesamten antiken Götter verehrt wurde, der Jungfrau Maria und allen Heiligen weihte. Für diese besondere “Kirchweih” wurde zuerst der auf Ostern folgenden Freitag als Festtag gewählt.  Papst Gregor III. legte den Feiertag auf den ersten November, wohl um das immer noch lebendige heidnische Toten- und Winterbrauchtum zu dieser Zeit christlich zu überdecken. Sowohl die mediterrane Welt, als auch Kelten und Germanen hatten hier nämlich wichtige Feste verankert.
  • Mit dem Buß- und Bettag, einem evangelischen Feiertag der Kontemplation und der Innenschau, dem Volkstrauertag, an dem der Gefallenen der Weltkriege gedacht wird, und dem Totensonntag, katholisch: Christkönigfest, neigt sich der November dem Ende zu. Mit dem Ingress der Sonne um den 23.11. in den Schützen beginnt die Advents- und Weihnachtszeit.
  • Ein Lichtblick unter all den Totenfeiern: Am Abend vor dem 11. November feiern die Kinder besonders in den katholischen Gegenden Deutschlands das Martinsfest. Es erinnert an den heiligen Martin, einen römischen Reiter-und Gardeoffizier, der mit seinem Schwert seinen Mantel teilte, um einem frierendem Bettler zu helfen (Einwand: Hätte es nicht der ganze Mantel getan, so ein Umhang war ja bloss eine Art Decke … Nun, es handelte sich wohl bei dem halbierten Kleidungsstück nicht um den Offiziersüberwurf, sondern eine Art Raff-Übertunika – ähnlich dem schottischen Urkilt. Da wäre Martin dann wohl halb nackig dagestanden.) Die ganze Mantelgeschichte ist ohnehin nicht unbedingt historisch zu werten.

Mit vielen bunten, selbst gefertigten Laternen, ziehen Kinder im Dunkeln in kleinen Gruppen durch die Straßen und singen das wohlbekannte Lied: “Laterne, Laterne …”. Den Zug führt ein als St. Martin verkleideter Reiter an. Am Ende der Prozession könnnen sich die kleinen Teilnehmer des Umzugs auf ein Martinsfeuer und oft auch eine mit Süßigkeiten gefüllte Martinstüte, zumindest aber einen Martinsweck, freuen – ein wenig Halloween-Stimmung, wenn auch gesitteter. Der heilige Martin von Tours  wurde 371 auf Drängen des Volkes, zum Bischof gewählt. Um der Wahl zu entgehen, soll er sich in einem Gänsestall versteckt haben. Die Gänse jedoch verrieten ihn mit lautem Geschnatter, so dass er schließlich sein Amt antreten musste. Interessanterweise leitet sich sein Name, Martinus, vom Kriegergott Mars ab, so dass es nicht erstaunlich ist, das er viele von dessen Attributen und Schutzfunktionen übernommen hat. Positiv: Er setzte sich für eher urchristlich gesinnte Häretiker ein, war gegen Verschwendung und für Frauenrechte in der Theologie. Auch reichlich feurig soll er gepredigt haben, allerdings liess er auch viele alte Kultstätten zerstören – das übliche Problem mit dem Monotheismus.  Für Protestanten wurde ein Gedenktag für den ebenfalls kämpferischen Martin Luther daraus, so dass auch evangelische Kindergruppen Laternenumzüge veranstalten. Sankt Martin gilt als Schutzpatron der Armeen, Ritter, Soldaten, Reisenden, Bettler und Tieren (Pferde, Hunde, Vögel?). Dass Martin häufig ein Schimmelreiter ist und eine Kavallerietruppe anführt, stellt wohl auch eine Querverbindung zu Odin auf seinem magischen Schimmel Sleipnir dar. Zu Martin beginnt auch bereits die Zeit der Perchten, winterlichen Naturgeistern und Vorläufern der “Wilden Jagd” der Rauhnächte. St. Martin kündigt den Winter an, so dass er auch als “Pelzmärtel” bezeichnet wird. In manchen Gegenden beinhaltet das Martinsfest auch Geschenkbräuche, und ersetzt sogar den Nikolaus. Laternenprozessionen mit Singen und Erbetteln von Gaben begegnen uns häufig in der Zeit von Ende Oktober bis zum Andreastag am 30.November. Sie knüpfen an vorchristliche Licht- und Feuerzeremonien an, in erster Linie sollen sie schadenstiftende Geister fernhalten und vertreiben. Das sogenannte Rübengeistern, die ursprünglichen Laternen bestanden aus ausgehöhlten, gruselig geschnitzten Runkelrüben,  ist schon ein sehr altes Brauchtum. Mit dem Martinsfeuer wurde der Sommer verabschiedet, auch die Fastenzeit begann. Daher wollte man sich vor der Kasteiung noch einmal stärken, danach durch das Feuer symbolisch von alten Sünden reinigen. Auch das hat wohl heidnische Wurzeln, da der vorchristliche Brauch der Herbstfeuer denselben Vorstellungen folgte.

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Land Art: Unendlichkeits-Symbol Spirale.
Es stellt den Kosmos und den Mutterleib dar, auch im Gänsespiel,
welches den Lauf des Lebens versinnbildlicht, ähnlich wie das frühzeitliche Labyrinth,
mit seinen Kranichtänzen (Geranos). November am Breitenstein. ©beast666

Durch die Martinslegende, aber eigentlich bereits vorchristlichen Ursprungs, ist es in dieser Zeit Brauch, einen üppigen Gänsebraten zu verzehren. Die Gans ist ein Tier der “Grossen Mutter” und Sinnbild des überpersönlich archetypisch Weiblichen. Schwäne und Gänse gehörten zu Göttinen wie Hera, Freya, Aphrodite aber auch zur Nemesis! Nicht zuletzt zu Frau Holle - Bettfedern bedeuten Schnee – der Vogel steht in unseren Breiten für auch den Winter.  Im Märchen hat die magische Bedeutung überdauert – der Gänseflug ist oft ein Synonym für schamanische Erlebnisse, das Hüten von Gänsen für den Dienst an der Göttin. Das Gansessen hat seine eigentlichen Wurzeln bei dem letzten Erntefest des Jahres: Schlachten von Vieh, für das man keine Versorgung über den Winter hatte,  Anfang bis Mitte  November, sowohl bei Kelten, als auch Germanen.
Von den Kelten ist bekannt, dass sie sich Gänse als Haus- und Kulttiere hielten. Wer schon mit Gänsen zu tun hatte, weiß, dass sie hervorragende „Wachhunde“ sind. Bei den Römern beschützten heilige Gänse das Capitol, den sakralen Mittelpunkt des römischen Reiches, die Gans ist somit auch ein Tier des Jupiter. Den italienischen Wachschutz bekamen wir bei einem Toskana-Urlaub zu spüren, die Vögel sind aggressiver und schlimmer als jeder Hund! Da nicht alle Gänse über den Winter gefüttert werden konnten, musste man viele Tiere bis auf wenige Zuchtpaare im Herbst schlachten. Das Fett konnte man mit Fleisch vermengt (frz. Rilettes) einmachen, somit eignete es sich als haltbarer Wintervorrat. Der am Martinstag fällige Pachtbetrag wurde ebenfalls oft mit dem Federvieh beglichen. Auch die Daunen wurden verwertet: Im Winter war die Zeit des gemeinsamen Federspleissens, um für neue Bettfüllungen, auch für die Aussteuerbetten, zu sorgen. Deshalb wurden junge Mädchen im Heiratsalter hier erstmals in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen. Durch vielerlei Geschichten und Unterweisungen während der eher mühseligen und eintönigen Arbeit wurden sie auf das Leben einer Ehefrau und Mutter vorbereitet. Ein ähnlicher Brauch ist das gemeinsame Quilten in den ländlichen Gegenden der amerikanischen Ostküste, wobei eine kunstvolle Aussteuerdecke für das Mädchen gefertigt wird, welches im folgenden Jahr Hochzeit feiert. Ob die Geschichten um Mother Goose, einer Sammlung von englischen Kindereimen, mit solchen Bräuchen in Zusammenhang stehen?

Gänse im Februar - den Winterfeiern entkommen …Im alten Rom wurden sie statt Wachhunden gehalten.

Glückliche Gänse im Januar – den Winterfeiern entkommen …
Im alten Rom wurden sie statt Wachhunden gehalten.

Der November ist die Zeit der Rotwildjagd: Cernunnos oder seine christianisierte Version Hubertus (3.11.), der britische Herne the Hunter streifen nächtens durch die Wälder, beleuchtet von den Sternen des grossen Himmelsjägers Orion, welcher nun gut sichtbar am Himmel steht. Die Sonne reist gleichzeitig durch den Skorpion: Dieses archaische, den Spinnen und Krebsen nahestehende wehrhafte Tier spielt eine Rolle bei der Sage um die tragische Beziehung der Mondgöttin Artemis und ihrem Geliebten und Jagdgefährten Orion:

Eine Variante der Geschichte sieht nicht Eifersucht (wegen seiner Affaire mit Eos) als Grund für Orions Untergang, sondern Hybris: Orion rühmte sich, der grösste Jäger des Erdkreises zu sein und allen Geschöpfen der Gaia nachstellen zu wollen. Die Erdmutter Gaia und Artemis brachten daraufhin einen Skorpion hervor, der ihn mit einem Stich in die Ferse tötete. Der Heiler Asklepios versuchte vergeblich sein Leben zu retten. Wegen seiner Anmassung wurden Orion und der Skorpion als Sternbilder in den Himmel versetzt, wo sie sich immer noch jagen. (Orions Sternbild ist in den Wintermonaten zu sehen, das des Skorpions zur Sommerzeit, beide gleichzeitig jedoch fast nie.) Auch Asklepios wurde als Sternbild Ophiochus, der Schlangenträger am Nachthimmel verewigt. Dieses steht zwischen Skorpion und Schütze, gehört aber nicht zum Zodiak, da nicht alle seine Sterne auf der Ekliptik liegen.

Diese Bestrafung von Frevel soll uns daran erinnern, dass wir die guten Gaben von Mutter Natur nicht einfach plündern dürfen. Und dass Gaia nicht nur uns allein beherbergt – die Tiere, von denen wir uns ernähren, sind auch Geschöpfe mit einer Seele und Fähigkeit zum Fühlen. Sie sind keine Dinge, deren man sich einfach bemächtigen kann. Selbst der langmütigsten Mutter geht einmal die Geduld aus – das sollten wir beherzigen … auch im Hinblick auf unbedachten und übermässigen  Fleischkonsum. In der Vergangenheit brauchten die Menschen diese Form von Nahrung unbedingt, man verwertete auch immer ein Schlachttier vollständig – jetzt ist sie eher Luxus, den man stark beschränken kann – bloss Gensoja-Veganismus ist NICHT die Lösung. Truthahn und Weihnachtsgans – ja, wenn man sonst beim Fleisch eher Enthaltung übt, und nicht aus quälerischer Massenhaltung.

Bei der geschilderten Sage um den grossen Jäger stellt sich die Frage ob es sich bei Orion nicht um eine Form des “Herrn der Tiere” gehandelt hat, oder um den Jahreskönig, der im Herbst stellvertetend für die Sonne stirbt, und wie Osiris währende des Winters  in der Unterwelt herrscht. Die Auffindung des Osiris wurde den Anhängern des Isis-Kults nämlich ebenfalls Anfang November gefeiert.

Der Winter naht: Frau Holle schüttelt die Betten aus.Swan Prince ©scrano 2015

Der Winter naht: Frau Holle schüttelt die Betten aus.
Swan Prince ©scrano 2015

Römische Feiertage

  • 3. November – Inventio Osiridis („Auffindung des Osiris“), im Rahmen des römisch-hellenistischen Isiskultes
  • 4. November bis 17. November – Ludi Plebii, Spiele für das Volk Roms durch die Ädile (seit 216 v. Chr.)
  • 13. November – Epulum Jovis
  • 15. November – Feiertag zu Ehren von Feronia, Schutzherrin der Wälder und Heilpflanzen
  • 24. November – Beginn der Brumalien, von Romulus eingesetzte 30-tägige Festzeit zu Ehren des Bacchus

Keltische Feste:

  • Der November steht immer noch im Zeichen von Samhain, ein Fest, das ursprünglich mehrere Tage dauerte, es kündigte das letzte Erntefest des Jahres an: Ein Grund warum der November auch Blutmond oder Schlachtmond hiess, Vieh, das man nicht über den Winter bringen konnte, wurde jetzt für die Wintervorräte geschlachtet. Auch der schon beschriebene Brauch der Martinsgans gehört hierher, dazu war die Gans noch ein heiliges Tier.
  • 1.November: Tag der Cailleach, der verschleierten Alten, Personifikation des Winters – ähnlich der Holle/Perchta. Sie bricht einen Holunderzweig und überzieht mit seiner Hilfe die Landschaft mit Reif.

Germanische Gedenktage:

  • 11.-14. November: Bloz-Fest, das angelsächsiche Schlacht- und Opferfest, wahrscheinlich überall im germanischen Raum üblich, fällt auf den heutigen Martinstag. Auch Totengedenkfeste zu Monatsanfang sind rudimentär überliefert.

USA:   Am letzten Donnerstag im Monat findet Thanksgiving statt, ein traditionelles Erntedankfest. Es ist im Gegesatz zum amerikanischen Kommerz- Weihnachten eher still und familiär. Statt Gans gibt es Truthahn.

Hexenfeste: 16.November, Nacht der dunklen Göttin.  Neben dem 16. Februar, dem historischen griechischen Fest der Hekate geweiht. Orakelnacht, Jahresbilanz. 25. November, Nacht der Erdmutter Ambeth und der chtonischen Göttinnnen wie Hel, Persephone.

Volks-Magisch: Wintermond, Nebelmond, Wolfsmond, Windmond, Schlachtmonat, Blutmonat – durch die von Osten heranrückende Kälte wurden Raben und Wölfe in die noch wärmeren Gebiete gelockt. Es ist also auch Rabenzeit.

Magischer November – Korrespondenzen

  • Pflanzen:  Pilze, wie Morcheln, Ziegenbart, Hallimasch, Schirmtintling und Parasol, plutonische Pflanzen wie Alpenveilchen, Haselwurz, Efeu, Herbstzeitlose, Safrankrokus, Herbstkrokus, Ringelblume, Tagetes. Jupiterpflanzen wie Ysop, Heliconie, Strelizie.
  • Baum: Stechpalme, Eibe, Zypresse, Thuja, Buche (Pluto), Walnuss, Eiche (Jupiter)
  • Duft:  Oppoponax, Minze, Ysop, Sternanis
  • Gottheiten: Pluto, Hekate, Persephone, Hel, Gwyn ap Nudd, Cerridwen, Cailleach, Cernunnos, Shiva, Osiris, ab 23. 11. Jupiter, Odin, Rosmerta, Fortuna, Vishnu.
  • Zodiak:  Skorpion mit Pluto/Mars und Schütze mit Jupiter
  • Steine: Granat, Hämatit, Rhodochrosit (Skorpion), Amethyst, Karneol, Lapislazuli (Schütze)
  • Metall:  Eisen, Wolfram (Pluto), Zinn, Bronze (Jupiter)
  • Kristalle: Rauchtopaz, Cairngorm, Hämatit, Karneol (Pluto), Feueropal, Iolith, Tanzanit (Jupiter)
  • Elementale:  Undinen (Wasser), Salamander (Feuer)
  • Tiere:  Spinne, Fledermaus, Eule, Schlange. Die Schlange ist ein Symbol der chtonischen Urmutter, sie symbolisiert das ewige Leben – die Schlange häutet sich, ihre Form inspirierte den Ourobouros und die Ziffer Acht.  Wolf, schwarze Hunde und Katzen. (Pluto, Hekate, Holle). Pferde, Hirsch, Adler, Schwein, Gans (Jupiter).
  • Mythologische Figuren: Spinne, Weberin, Gans, Manticore, Zentaur, Greif, Phönix.
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Herbstwanderung: Vom Heimenstein zur Ruine Reussenstein.

November-Rituale – raus aus dem Grau!

  • Im November ist auch wieder Sternschnuppen-Zeit, die Leoniden schauen vorbei: Starke Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 17.11.2016 – eigentlich durchquert die Erde einen Partikelschwarm auf ihrer Bahn um die Sonne. Gelegenheit zum Staunen und Feiern mit Familie und Freunden. Und natürlich zum Wünschen !! Gleich Anfang November gibt es noch die Tauriden zu bewundern. Da es jetzt eher dunkel wird, und bei all den prächtigen Herbststernbildern, lohnt eine Beobachtungsnacht in diesem Monat besonders – wenn es denn aufklart.
  • Es gibt noch letzte Äpfel, Nüsse, Pilze und frostreifende Früchte, wie Schlehen, die eignen sich für Gelees und Likör. Schlehen werden erst weich nach dem ersten Frost – ausserdem eine stachelige Angelegenheit, sie zu sammeln. Der Schwarzdorn oder Schlehenstrauch – er blüht als erster und fruchtet als letzter, ein Gewächs der Mythen und Sagen. Er trägt die Signatur von Mond und Saturn, Venus und Mars(Pluto).
  • Sogar im Gartenkalender geht es um Recycling – der Kompost wird jetzt umgesetzt.
  • Letztes Herbstlaub muss gesammelt werden.
  • Ein Schmuck für den Schrein/Meditationsplatz oder generell das Heim: Ziergräser, Sedumblüten, vertrocknete Hortensien (natürliche Trockenblumen) mit Zweigen, Nüssen und Efeuranken arrangieren. Auch Flechten und Moose eignen sich zur Dekoration – aber nicht vandalisieren! Kränze von Holunderholz mit Schneckenhäusern und Sempervivum sind ein stimmungsvoller Grabschmuck.
  • Braune, graue und orangerote, später dunkelgrüne oder violette Kerzen und Teelechter auf hübschen Tellern anordnen, ihr Schein erwärmt das Gemüt.
  • Räuchern: Oppoponax, Wermut, Salbei, Patchouli und Copal, ab 23.11. Weihrauch, Muskat, Ysop, Sternanis und Eichenmoos.
  • Die Herbstlandschaft geniessen: Morgendliche Nebelschleier an später sonnigen Tagen sind auch ein mystisches Erlebnis – das letzte bunte Herbstlaub und die sich golden verfärbenden Lärchen bieten noch einmal Abwechslung für das Auge.
Goosy, goosy… gander, das Gänsepiel. Kommt sogar im Spionagefilm Arabeske vor.

Goosy, goosy… gander, das Gänsepiel. Kommt sogar im Spionagefilm Arabeske vor.
Ein uraltes Brettspiel, das schon der olle Goethe kannte.

Gesellschaftspiele: Wenn der Nebel gar recht graut – wie wäre es mit Snakes&Ladders oder dem erwähnten Gänsespiel? Mal was anderes als das kapitalistische Monopoly … das hat schon Generationen von Kindern verdorben. Hier gibt es eine ausdruckbare Vorlage mit Spielregeln.

Schlehenlikör:

  • 600 g reife Schlehen, am besten nach ein/zwei Frostnächten ernten
  • 750 ml trockener Rotwein
  • 1 Stange/ Zimt,
  • 3 Gewürznelken
  • 1 Sternanis
  • Zesten einer unbehandelten Zitrone
  • 350 ml Akazien-Honig
  • 750 ml weisser Rum (Bacardi)

Schlehen waschen, sehr gut abtropfen. Entweder im Mörser zermusen oder rundherum tief einritzen. Ein paar Früchte auf jedenfall zerstampfen, samt Stein, das gibt zusätzlich Aroma. Nicht übertreiben, alle Steinfrüchte enthalten Blausäure im Kern. Mit Rotwein und Gewürzen zugedeckt 3 Tage kühl stellen. Durch ein Sieb in einen Stieltopf abfiltern, erhitzen und kurz aufwallen lassen. Abkühlen, auf zwei 1l Flaschen aufteilen und mit Rum aufgiessen.

  • Mindestens 4 Wochen stehenlassen, über Kaffeefilter abziehen, falls noch Trübungen vorhanden sind. In einer dekorativen Flasche ein gern gesehenes Mitbringsel.
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Schlehenstrauch – saure Beeren und stachelige Zweige – aber köstlicher Likör.
Quelle:PD by wiki

 Bauernregelnund Lostage  für den November

  • Novemberwasser auf den Wiesen, dann wird das Gras im Lenze sprießen.
  • November warm und klar, wenig Segen fürs nächste Jahr.
  • Wenn im November die Wasser steigen, so werden sie sich im ganzen Winter zeigen.
  • Novemberschnee tut den Saaten wohl, nicht weh.
  • Wenn der November blitzt und kracht, im nächsten Jahr der Bauer lacht.
  • Wenn der Donner im November rollt, das kommende Jahr den Früchten hold.
  • Novemberwind scheut Schaf und Rind.
  • November sternenklar – wird man bald den Frost gewahr. Im November sind die Nächte bereits deutlich länger als die Tage. Zum Ende des Monats schon länger als 15 Stunden. Im Gegensatz zur klaren Nacht verhindert eine dichte Wolkendecke die Auskühlung während der längeren sonnenlosen Zeit. Daher droht nur geringer Frost.
  • Wenn der November schneit, hat der Winter verkalbt.

1.11Allerheiligen bringt den Nachsommer.happythanksgiving_by_kmygraphic-d9h7151
Selbst zu vorgeschrittener Jahreszeit können sich vor allem in Alpennähe, beispielweise durch Föhneinflüsse, kurzzeitig nochmals  Temperaturen bis 20 Grad einstellen.
11.11. Sankt Martin kommt nach alten Sitten gern auf dem Schlitten angeritten -> erster Schneefall.

11.11. Beginn der Karneval-Saison: Wohl wegen des unchristlichen Datums: Zwei mal die teuflische Elf!
19.11. Sankt Elisabeth sagt es an, was der Winter für ein Mann. Der 19. November ist der Todestag der heiligen Elisabeth von Thüringen (1207-1231). Sie gilt als Schutzpatronin der Kranken, Notleidenden und Verfolgten, der Caritasvereinigungen und des Deutschen Ordens.
25.11. Kathrein – lässt den Winter ein. Katharina von Alexandria (3./4. Jahrhundert) gehört zu den vierzehn Nothelfern. Mit dem 25.November endete früher allgemein der Aufenthalt des Viehs auf den Weiden, begann die Schafschur, und die Knechte und Mägde bekamen ihren Lohn ausbezahlt. In vielen Gegenden war dies der Beginn der Vorweihnachtszeit und sogenannte Kathreinmärkte wurden abgehalten.
30.11. Andreasschnee tut Korn und Weizen weh. Es ist der Tag des heiligen Andreas, einem der zwölf Apostel. Der Andreastag ist ein bedeutender Lostag für die Feldfrucht. In der sogenannten Andreasnacht zogen früher die Kinder maskiert von Haus zu Haus, sangen Verse und wurden zum Lohn dafür beschenkt. Nach Volksglauben können heiratswillige Mädchen in dieser Nacht den Zukünftigen im Spiegel sehen. Andreas ist der Patron der Fischer und Fischhändler, Bergleute, Metzger. Weiterhin ist er für die Ehevermittlung, das Eheglück und den Kindersegen zuständig.

Referenzen für mein Novemberbild:

Posted by on November 1st, 2016 Kommentare deaktiviert

Samhain: Brauchtum und kleine Rituale

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Der “Dunkle Mond”, Hekate, Lilith, “Dunkle Mutter” und mit Pluto verbunden:
Auch in den Jägern der Nacht, besonders Katzen und Eulen steckt dieser Archetyp.

Samhain Nights

When the moon on a cloud cast night
Shone above the tree tops’ height
You sang me of some distant past
That made my heart beat strong and fast

Now I know I’m home at last

You offered me an eagle’s wing
That to the sun I might soar and sing
And if I heard the owl’s cry
Into the forest I would fly
And in its darkness find you by.

So our love’s not a simple thing
Nor our truths unwavering

But like the moon’s pull on the tide
Our fingers touch, our hearts collide
I’ll be a moonsbreath from your side

I’ll be a moonsbreath from your side

Loreena McKennit auf YouTube

Der Tag des keltischen Fests Samhain, das bedeutet schlicht “Sommerende” wird nicht an Allerheiligen begangen, sondern ist der Zeitpunkt des Neumonds im Oktober oder des 11. Vollmonds des Jahres, im November. Der liturgische Kalender der Kelten richtete sich nach den Mondzyklen, im Unterschied zur christlichen Kalendertradition, die auf der Siebentagewoche mit der Betonung des Sonntags basiert. Beide beinhalteten auch noch die Höhepunkte des solaren Jahres und die Äquinoktion. Die willkürliche Festlegung mancher Feiertage, wie Halloween/Allerheiligen auf kalendarische Fixpunkte, vor allem solcher, die einen ursprünglich heidnischen Bezug hatten, wurde von der Kirche durchaus bewusst so gewählt. Dadurch konnte man diese Feste vereinnahmen, sie aber aus ihrem naturreligiösen oder paganen Zusammenhang lösen. Samhain galt als Zeit, in der die Ahnengeister und auch die Sidhe (Feen, Elfen) sich unter den Sterblichen gesellen konnten. Bei den Römern gab es auch Feste, an dem der Orkus offenstand: “Mundus Cereris patet”, eines davon am 8. November, wahrscheinlich der Ursprung des Allerheiligenfests, das eigentlich aus Italien stammt. Diese Zeit ist in unseren Breiten, bedingt durch den nahenden Winter, generell mit den Attributen Tod und Vergänglichkeit besetzt. Der römische Kalender beinhaltete drei solche Grenz-Tage, allesamt Erntefeste, wie der Name Ceres (Demeter) in der Bezeichnung ahnen lässt. Das ist durchaus analog der keltischen Abfolge Lughnasa, Mabon, Samhain und fand zu ähnlichen Zeitpunkten statt. Bei den in ihrer Frühzeit nicht sesshaften Kelten hatten die vier Mondfeste Imbolc, Beltane, Lughnasa und Samhain noch Vorrang noch vor den Sonnenfeiern des bäuerlichen Jahrezeitenkreislaufs. Obwohl man wohl schon im Neolithikum versuchte die beiden Kalendersysteme zu synchronisieren. Manche Archäologen vermuten in den megalithischen Steinsetzungen, wie zum Beispiel den Alignements von Carnac oder dem eindrucksvollen Steinkreis von Stonehenge Anlagen mit der Funktion einer astronomischen Uhr. In die Zeit der Erichtung der ältesten dieser Monumente um 5000 v. Chr. fällt in Mittel- und Nordeuropa auch die Umstellung auf eine Ackerbauerngesellschaft. Alle diese Steinsetzungen haben neben dem Bezug zu den  Sonnenwenden auch eine Ausrichtung auf Eklipsen, solare und lunare. In diesen Finsternissen war für das religiöse Empfinden  der neolithischen Völker die Beziehung der beiden götttlichen Himmelslichter als spektakuläres Himmelsdrama  erlebbar. Auch die Himmelsscheibe von Nebra aus der frühen Bronzezeit ist in einem solchen Zusammenhang zu sehen.

Standing Stones Alignements von Menhiren bei Carnac.©beast666

Standing Stones: Alignements von Menhiren bei Carnac.
©beast666

Samhain ist Fest des letzen Viertelmonds oder der “mondlosen” Nacht. Jetzt beginnt die dunklen Hälfte  des Jahres. Die Verbindung des Festes zum Jahrezeiten-Zyklus ist sehr deutlich. Nach Ausreifung der Früchte, nach der Samenbildung, welken die oberirdischen Teile der Pflanzen und sterben ab. Einjährige Blumen vergehen gänzlich. Nur der neue Samen, der den nächsten Kreislauf in sich birgt, überdauert. Die Lebenskraft zieht sich bei zunehmender Kälte ins Innerste der Erdmutter zurück. Diese trägt nun auch nach dem Tod des solaren Prinzps des alten Jahres, bereits das neue Licht in sich, dass sie an Yul wieder in die Welt bringen wird. Wir müssen lernen, Vertrautes und Geliebtes wieder gehen zu lassen und den Tod als Teil des Naturzyklus zu begreifen. Auch dass es nichts dauerhaftes gibt, noch nicht einmal den Tod.


witch_hatIn der Nacht zum 01. November wird in den meisten Hexentraditionen das Übergangsritual zwischen den Welten gefeiert, zu dem Orakelbefragungen und Kontakte mit der Geisterwelt möglich sind. Andere naturreligiöse Gruppen feiern ihr Samhain in der 11. Schwarzmond- oder Vollmondnacht.

Samhain ist eines der acht Eckfeste, die bei den vorchristlichen, europäischen Völkern mit Feuerzeremonien in Verbindung standen:

sam-greeting Kopie

Ab Samhain begibt sich die Sonne in die Obhut von Gaia.
Sie bewahrt sie in ihrem unterirdischen Reich bis Yul.
Little Earth Mother ©scrano 2016

Gottheiten:

  • Gwyp ap Nudd – Herrscher von Anwyn, der Unterwelt/Anderswelt, Gemahl von Queen Mabd, entspricht Pluto
  • Cernunnos, der Herr der Tiere, der Hirschkönig
  • Ceridwen, Cailleach, die Alte mit dem Kessel der Regeneration
  • Dis Pater, Pluto, Hades
  • Hekate
  • Ereschkigal
  • Hel/Holle, der Todes-Aspekt von Freya/Frigg
  • Saturn, Baron Samdi, Papa Legba
  • Jahreskönig, Tammuz, Holly King
  • Orion, Herne
  • Morrigan in ihrer Dreigestalt: Macha, Nemain, Babdh

Symbole:

  • Kessel,
  • Feuer
  • Krähe, Fledermaus, Eule
  • schwarze Tiere
  • Spinnen, Schlangen
  • Kürbis(Rüben)-Laterne
  • Äpfel und Haselnüsse

Rituale:

Räuchern, am besten im Freien, manche der Samhain-Räucherungen stinken, ich sage nur Asa Foetida! Wermut entwickelt auch keinen Rosenduft. Wer kann, entzündet ein Samhain-Feuer, das geht auch im Kamin. In vorchristlicher Zeit man die Ahnen feierlich gebeten in den Kreis der Menschen um das Feuer zurückzukehren. Schwangere Frauen erhofften eine Reinkanation eines Familienmitglieds in ihrem ungeborenen Kind.

Ein wohlriechenderes Rezept:

  • 1 Teil Beifuss
  • 1 Teil Oppoponax oder Myrrhe
  • 1 Teil Minze
  • 1 Teil Salbei
  • 1 Teil Patchouli

Alles im Mörser zerkleinern, dann portionsweise auf Räucherkohle geben.

Gemeinsam essen:

Häufig gibt es Wurzelgemüse, Knollen aber auch vor allem in früherer Zeit auch Fleisch. Es ist der Brauch der  “letzten Ernte”, Tiere, die es nicht über den Winter schaffen würden, hat man jetzt geschlachtet und das Fleisch für die karge Jahreszeit haltbar gemacht. In diesem Zusammenhang steht auch die Martinsgans, das Tier ist zugleich ein Symbol der Grossen Mutter.

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Nein, nicht wegschauen, Vegetarier-und Veganersensibelchen: Das gehört auch zum Leben! Davon abgesehen, dass hier es sich nicht um eine obszöne Tötungsmaschinerie***, wie in unseren Schlachthöfen handelte. Die Tiere gehörten mit zur Familie, man musste sich schon sehr überwinden, und wusste genau, wem man das Überleben im Winter zu verdanken hatte. Heute hat man es leichter, auf Fleisch zu verzichten, damals hing das Leben davon ab, und die Menschen mussten in der Winterkälte schwer körperlich schuften. Mit Soja-Müsli wäre das wohl nicht allein zu bewerkstelligen gewesen. Das war keine Frage von Luxus-Lebensmitteln, sondern von Hunger. Auch für die Tiere, die bei zuwenig Futter im Winter ebenfalls elend zugrunde gehen konnten. Den Aufstieg und die rasante Gehirnenwicklung verdankt der Mensch auch dem Zugang zu tierischem Protein, schon die Grossaffen waren Jäger. Das früher geschmähte Mesolithikum brachte eine “Kulturexposion”, wie man durch neuere archeologische Funde weiss, auch gerade wegen der erstmals systematisch durchgeführten Küsten- und in Anfängen sogar Hochseefischerei. Viele der jetzt zum Vorschein kommenden, blühenden Ansiedlungen lagen an der Küste, oder z.B. im Bereich der Sände des jetzigen Wattenmeers (Doggerbank).

  • Aber heutzutage tut es auch Apfelstrudel, Gemüse-Eintopf mit Kohl, und Kürbis-Suppe mit selbstgebackenem Zwiebelbrot. Oder ein leckerer Kürbiskuchen, mit dessen Rezept man auch Halloween-Muffins backen kann. Wir haben ja Zentralheizung und sind im allgemeinen nur Bürostuhlwärmer.

Man kann auch gemeinsam Maronen am Kaminfeuer rösten, dafür gibt es Maronenröstkörbe mit langem Stiel aus Gusseisen in Kaminzubehör-Läden.

Als Getränk: Heisser Apfel-Cidre mit Gewürzen schmeckt nicht schlecht, ein bisschen für die Ahnen versprengen!

Einen Platz am Tisch zusätzlich decken, oder draussen, wenn der Gartentisch noch auf der Terasse steht, einen Teller mit Speisen anrichten und eine Kerze dazustellen.

  • Das sogenannte “dumb supper“, ein symbolisches Mahl für  verstorbene Familienmitglieder, vor allem des letzten Jahres, auch geliebte Haustiergefährten werden hier bedacht.
  • Ein Licht ins Fenster stellen, ein Brauch der in vielen Gegenden zu Allerheiligen ausgeübt wird, aber vorchristliche Wurzeln hat.

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    Ouja Board by sevenoaksart.co.uk

Orakeln:

  • Gerne darf das angestaubte Ouja-Board zum Einsatz kommen. Glaubt bloss nicht den Unsinn über bööööse Flüche und Geister, es ist einfach eine art Do-it-yourself Seance mit nicht mehr Auswirkungen wie etwa Gläserrücken (davon stammt es vermutlich ab) oder Bleigiessen zu Sylvester.
  • Für viele ist Tarot der Klassiker unter den Orakeln. Ich verwende die Karten lieber zur Introspektion.

Entrümpeln und recyceln: Das Thema von Samhain ist auch ein skorpionisches, oder eins des 8.Hauses: Loslassen und Dinge in den natürlichen Kreislauf zurückführen.

Gärtnern: Jetzt ist die beste Zeit, den Komposter zu entleeren, und umzusetzen.

Trick or Treat: Last but not least, der jährliche Spass-Rummel für Kinder!

witch_by_kmygraphic-d9cyderDekoration: Allerlei Nachtgetier, die Halloweenkatze darf nicht fehlen, Fratzen, Masken, Hexenbesen und Hüte. Fratzen-Kürbisse und andere schaurige Laternen, besser als Kerzen, wenn Kinder mit von der Partie sind.

Wer weniger Fasching will:

  • Ich stelle 13 Maxi-Teelichte in Gläsern im Kreis auf, in die Mitte kommt ein grosser Kupferkessel mit Sand, in dem man auch räuchern kann.
  • Dekoriert wird mit Äpfeln, Nüssen und passenden Blumen (Ringelblumen z.B. gehören zum Pluto).
  • Dazu kommen schwarze, silberne und orange Kerzen auf einem Metall-Tablett.
  • Es ist schliesslich auch ein Fest der Stille, nach dem Geisterspektakel.
  • Bilder von verstorbenen Eltern, Grosseltern und Haustieren mit Blumen und Kerzen arrangieren

Man kann auch einen stillen Gang auf den Friedhof machen, oder in die Natur hinausgehen, wenn das Wetter nicht zu scheusslich ist. Bei Freimaurern gibt es den Brauch, verstorbenen Brüdern die symbolischen drei Rosen auf das Grab zu legen: Licht (weiss), Liebe(rot), Leben(rosa), oder Weisheit – Stärke – Schönheit.

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Loreena McKennitt, kanadische Folksängerin, Harfenvirtuosin und Komponistin:

Loreena McKennitts Lieder zeichnen sich durch mystisch beeinflusste Texte aus, gepaart mit der Musik von teilweise mittelalterlichen Instrumenten, wie irische Harfe, Drehleier und Dudelsack. Dominierend sind hierbei traditionelle irische bzw. keltische und orientalische Motive. Sie verarbeitet in ihrer Musik aber auch klassische Themen der britischen Literatur. So vertonte sie romantische Balladen wie “The Lady Of Shalott von Alfred Tennyson und “The Highwayman” von Alfred Noyes sowie mehrere Sonnette von William Shakespeare.

 

***Da ist die Art und Weise wie Löwenbabys als nicht rentabel genug einfach in Zoos eingeschläfert werden, damit angehende Veterinäre was zum Üben haben, schon eher pervers. Obwohl man weiss, das diese Raubkatzen extrem gefährdet sind!  So geschehen in Dänemark, und wer weiss noch wo sonst.

Referenzen “little earth mother”

Posted by on Oktober 24th, 2016 Kommentare deaktiviert

Ingress der Sonne in den Skorpion: Tanz auf dem Vulkan

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Feuer der Wiedergeburt: Kali
©scrano 2015
dancer model: jlior

Salamander glühe … einmal ein wenig anders !

Die Geheimnisse des Lebens rücken in den Focus, wenn die Sonne in den Skorpion eintritt. Es geht nun darum unter die Obefläche der Dinge zu sehen, Wahrheiten ans Tageslicht zu befördern, über uns selbst, andere und die Geschehnisse der Welt im Allgemeinen. Man sagt den im Zeitraum vom 23.10. bis zum 24.11. Geborenen einen Hang zu Intensität, Tiefgang und Kompromisslosigkeit nach.Sie sind die Detektive des Zodiak, aber auch die Beichtväter, Therapeuten und … Totengräber. Schliesslich wird in der Zeit des Übergangs vom Spätherbst in den Winter auch die Natur scheinbar zu Grabe getragen, ein Umstand der an die eigene Vergänglichkeit erinnert.
Allerdings schlummert das Feuer der Lebenskraft lediglich – wie bei Magma unter einem Vulkan ist es jederzeit bereit, wieder an die Oberfäche durchzubrechen. Das Sinnbild der aufsteigenden Lebensenergie finden wir auch in der tantrischen Vorstellung von Kundalini als an der Basis des Rückgrats zusammengerollte, ruhende Schlange (oder ein Paar), die ebenfalls in feuriger Form Körper und Geist durchdringt.

Zum Skorpion gehören Pluto und das achte Haus, das Transformation und verborgene Schätze, aber auch das Ende von Zyklen beinhaltet.

Im Hinduismus werden diese Aspekte durch die Gottheiten Shiva und Kali repräsentiert.

Besonders Shiva’s Tanz der Vernichtung passt zum Skorpion.

Auch die Zahl Acht ist wesentlich für das Verständnis der Skorpion-Thematik:

Zu diesen Themen wird es in den kommenden vier Wochen mehr zu lesen geben. Auch mit dem Unterweltsboss Pluto werden wir uns näher beschäftigen.

Bild “Fire Kali”: Mischtechnik: Fraktaler Hintergrund -”Salamander glühe”, Photomanipulation, digitale Malerei.

Referenzen:
Arcane circle brush: obsidian dawn
Dancer Girl: jl-modelstock

Kein reupload auf andere Seiten ohne meine Zustimmung, nur für persönlichen Gebrauch.

 

Posted by on Oktober 23rd, 2016 Kommentare deaktiviert

Zodiak Humor – Das Glühbirnenproblem

Wasermann-Lösung für das Glühbirnen-Problem: Erfinde einen Roboter, der das für Dich macht .. lol!

Wassermann-Lösung für das Glühbirnen-Problem:
Erfinde einen Roboter, der das für Dich macht .. lol!
©scrano 2013

Auch wenn die LED als Leuchtmittel jetzt die gute alte Birne verdrängt, zeigt uns diese humorvolle Aufstellung doch ein bisschen den Umgang der einzelnen Sonnenzeichen mit den alltäglichen Problemen.

Wieviele Widder braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Sie haben sie schon ausgetauscht.

Wieviele Stiere braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Stiere haben keine Birnen, die man wechseln muss.

Wieviele Zwillinge braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Zwei um die alte Birne herauszuschrauben, zwei um eine Neue zu kaufen, zwei um einen Blog darüber zu schreiben, und schliesslich zwei weitere, um ein Video über die gesamte Aktion in Youtube einzustellen.

Wieviele Krebse braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Ihre Mutti wird sie schon wechseln. Ausserdem ist Kerzenlicht viel romantischer.

Wieviele Löwen braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Sie lassen es von der Hausangestellten oder dem Butler erledigen.

Wieviele Jungfrauen braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Nur eine, allerdings wird sie die Fassung reinigen, Testberichte über alle Sorten Glühbirnen zu Rate ziehen, die Elektroinstallation überprüfen und eine mögliche Verbraucherklage erwägen.

Wieviele Waagen braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Zumindest zwei um zu überlegen ob man bei der alten Glühbirnenmarke bleiben soll, das richtige Geschäft für den Neukauf auszusuchen, über die Ästhetik der Birnen-Form zu streiten und das Wechseln schliesslich doch einem Handwerker  zu überlassen.

Wieviele Skorpione braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Entweder sie aktivieren einfach das nächste Leben der Birne, oder sie warten bis sie sich zu ihrer wahren Existenz transformiert. Ausserdem sitzen sie sowieso lieber im Dunkeln. Was fragen Sie überhaupt, sind sie vom Geheimdienst?

Wieviele Schützen braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Schützen geben sich nicht mit unwichtigen Detailfragen ab, sie sehen alles im göttlichen Licht der Erleuchtung. Sie lehren höchstens andere, wie man das Glühbirnenproblem löst: Allerdings gegen eine heftige Kursgebühr.

Wieviele Steinböcke braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Seine Sekretärin ruft einen Reparaturservice und er stoppt die Zeit, die der Handwerker braucht, um die Birne zu wechseln: “Carpe Diem!”

Wieviele Wassermänner braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Sie erfinden lieber eine bessere, oder eine Methode wie man ohne Birne auskommt. Oder sie lassen das Wechseln von ihrem Robot-Helferlein erledigen.

Wieviele Fische braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Birne? Ach, das Licht ist ja  aus … wenn es Gott gefällt, wird er es schon wieder einschalten.

 lol-bears

Posted by on Oktober 17th, 2016 Kommentare deaktiviert

Goethe zur Astrologie

Goethe war immer interessiert an allen Aspekten der Welt: Naturwissenschaft, Poesie, Alchemie, Philosophie, Politik, Kunst, Mystik und Mysterium. Ein typischer Universalgelehrter der frühen Aufklärung, wie auch Franklin oder Humboldt.

Jugendportrait von Goethe.

Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen,

Die Sonne stand zum Gruße der Planeten

Bist alsobald und fort und fort gediehen

Nach dem Gesetz, wonach Du angetreten.

 
(J. W. v. Goethe)
gothy

Radix von J.W.Goethe: ASC Skorpion, Sonnenzeichen Virgo. Mit dem Geburtsherrscher Pluto
in seinem Domizil Skorpion und am Aszendenten handelt es sich
um eine sehr plutonische Persönlichkeit. Man beachte das grosse Trigon mit Pluto,
Jupiter und Neptun – der zweite Haupteinfluss ist ein
Neptun/12.Haus/Jupiter-Thema, betont durch einen Fische-Mond.

Die detaillierte Analyse des Geburtshoroskops und ein astrologisches Kurzportrait von Goethe werde ich auch noch einstellen. Ein Gedicht, das zu seiner plutonischen Veranlagung passt, gibt es hier: Literatur und Pluto.

 

 

 

Posted by on Juli 20th, 2016 Kommentare deaktiviert