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Solar Fire: Räucher-Ritual zur Wintersonnenwende

Sonnenfeuer - Winterglanz

Sonnenfeuer – Corona
©scrano 2015

Prolog im Himmel, Goethe: Faust I

Die Sonne tönt nach alter Weise
In Brudersphären Wettgesang,
Und ihre vorgeschriebne Reise
Vollendet sie mit Donnergang.

Ihr Anblick gibt den Engeln Stärke,
Wenn keiner sie ergründen mag;
Die unbegreiflich hohen Werke
Sind herrlich wie am ersten Tag.

Flammenfraktal im Wortsinn, das die Sonne mit der brüllenden Kraft ihrer Magnetosphäre darstellt. Ohne Sonne kein Leben, daher sehnen wir uns nach der langen winterlichen Dunkelheit instinktiv nach ihr.

Ein bisschen Sonne ins Haus holt uns jetzt eine Räucherung beim warmen Licht echter Bienenwachskerzen. Die Biene vereint lunare*** und solare Elemente in echter Harmonie. Sie schenkt uns das Wachs mit seiner Heilwirkung und dem Licht, das es uns als Material für Kerzen spendet.  Das regelmässige Sechseck der Wabe: Ein Sonnensymbol, wie das Zentrum des Hexagramms, dem sechs-Stern, der das klassische Sonnensystem der Alchemie darstellt. Und erst der Inhalt: Der Honig in seiner goldenen Pracht wirkt schon wie eingefangener, flüssiger  Sonnenschein, darin gleicht er dem Bernstein, ebenfalls ein solares Naturprodukt, das vom Harz schon längst fossilierter Nadelwälder stammt. In diesem ebenfalls goldenen klebrigen Saft steckt die Essenz der Bäume, die einen sehr effektiven, lebendigen Speicher der Sonnenenergie darstellen.

  • Daher gehört der Bernstein zu einer solaren Räuchermischung hinzu, ebenso der Weihrauch, auch ein Harz.
  • Dazu kommen Rosmarin und Zeder, Zitrusschalen, Calendulablüten, Gewürznelken, Zimt und Calmuswurzel, welche als belebend und erwärmend gelten. Auch der Ingwer zählt zu den solaren Mitteln, aber eher als Süssigkeit oder im Tee. Der Rauch ist unangenehm scharf, da zeigt sich Mars. Daher eignet sich Ingwer, wie auch das ebenfalls solar-marsische Johanniskraut eher für Rituale im Freien, bei denen der Winter ausgetrieben werden soll.
  • Pflanzen mit einer Sonnen- Signatur besitzen häufig fette Öle, z.B. Sonnenblume oder  Lorbeer, der Sonnenpflanze der alten Griechen: Wahrzeichen des Apollon. Lorbeerblätter kann man auch verräuchern, zusammen mit Weihrauch, Fichtenharz  und Wacholderbeeren, die marsisch-abwehrend wirken. Eine Vielzahl an solaren Gewächsen sind auch Herzmittel, wobei sie verstärkt tonisierend wirken: Korrespondenz zum Zeichen des Löwen und den Eigenschaften des 5. Hauses.

Die Sonne steht in unser aller Zentrum, ihre Symbolik sollte daher verbinden und nicht trennen: Mit einem solaren Räucher-Ritual kann man alle Aspekte des Mittwinterfestes, der Zeit der Wintersonnenwende recht gut vereinen. Die alte naturreligiöse Tradition nördlich der Alpen und die römisch-christliche Feier des Jesus-Kindes als Licht der Welt, Sol Invictus. Religion heisst nicht umsonst Rückverbindung. Allerdings sollte hier den positiv spirituellen Elementen von Licht und Wärme gehuldigt werden, und nicht den verknöcherten Dogmen. Die braucht keiner. Die lässt man am Besten von den Perchten der ebenfalls am Sonnwendstag, dem 21. Dezember , beginnenden Raunächte verscheuchen.

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©kmygraphic
 
**Lunares Element des Bienenvolkes ist ihre Gesellschaftsform als matriarchales Kollektiv, daher ist auch der saturnische (Struktur, Gegenpol des Mondes) und der neptunische (Aufgabe der Individualität, Gegenpol des Merkur- fliegende Geschöpfe) Archetyp vertreten. Wie bei den Borg, die allerdings mit ihrem kriegerischen Expansionsdrang eher den Ameisen gleichen, bei denen das Mars-Element ebenfalls mehr in den Vordergrund tritt. Die Biene hat zwar einen marsischen Stachel, stirbt aber wenn sie ihn einsetzt, ein allerletztes Mittel also. Bienen besitzen marsische und  venerische Züge, da sie Blüten befruchten.  Pollen=Mars, Frucht=Venus.
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Bernsteingold: Fraktales Weihnachtsbäumchen -
Fichtenharz ist ein beliebtes Räuchermittel – Sonne/Uranus, Mars/Venus.

 

Posted by on Dezember 20th, 2016 2 Comments

Hexenküche zum Lucia-Fest: Lichterkranz und Safrangold

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Langsam geht es in Richtung Weihnachten/Yul !
St. Lucia gilt schon als eine der Rauhnächte.
Precious Light ©scrano 2014.

Schwedische Lussekatter

Zu deutsch Luciakatzen genannt: Es, handelt es sich um ein schwedisches Hefegebäck mit Safran, und Rum-Rosinen. Diese Lussekatter werden in Schweden nach alter Tradition vor allem zum Luciafest am 13. Dezember gebacken. Man bekommt sie im Advent sogar bei IKEA, aber diesmal wollen wir uns selbst daran versuchen.
Die typische Form des Hefegebäcks ist ein verdrilltes großes S, es gibt sie auch als Kreuz, wenn man zwei “Katzen” miteinander verschlingt. Der Safran, welcher unbedingt mit in den Teig gehört, symbolisiert mit seiner goldenen Farbe das Licht, die Sonne und Hoffnung. Lucia, als christliche Märtyrerin kam erst spät zu diesem Festtag, es ist das alte Datum der Sonnwende, vor der  Kalenderreform in Schweden.  Daher trägt die Luciabraut auch die 4 Kerzen des solaren Jahres-Rades auf dem Kopf, die christliche Zutat ist ihr weisses Gewand mit der roten Märtyrer-Schärpe. Weiss und rot sind aber ebenso traditionelle Yul-Farben. Katzen sind  wohl auch ein Hinweis auf Freyja, da sie deren Schutzpatronin war.

Zutaten für 15 Katzen:candle3

  • 30 g frische Hefe
  • 1 TL Feinst-Zucker (für den Vorteig)
  • 3 EL lauwarmes Wasser
  • 450 g Mehl Typ “Wiener Griessler”, damit gelingen Hefe-und Strudelteige wunderbar
  • 1 gestrichener TL Meersalz
  • 75 g feiner brauner Zucker
  • 1 Ei Gr. M
  • 1 Eidotter Gr. M
  •  Safranfäden aus der Apotheke, da ist die Qualität am besten
  • ~ 125 ml lauwarme Milch
  • 100 g kalte Butter

Verzierung:

  • 1 Eigelb mit etwas Milch verquirlt
  •  Rosinen mit 4 cl Rum beträufeln, 2 x  Zahl der Katzen

Gerät:

  • zusätzliches Mehl zum Bearbeiten
  • 1 grosses Backbrett
  • Grosse Metallschüssel mit heissem Wasser füllen
  • evtl. feuchtes Leintuch
Zubereitung:

Für die Zubereitung der Lussekatter zuerst die Safranfäden mit 1 TL Zucker vermischt, in einem Mörser fein zerstossen. Kein Safranpulver nehmen, da wird man oft betrogen. Das Pulver in einem Messglas mit 20 ml lauwarmen Wasser auflösen.

Hefeansatz:
Frische Hefe zerbröckeln, zusammen mit 1 TL Feinst-Zucker und 3 EL lauwarmem Wasser in einem Gefäß zu einem Hefebrei verrühren.
Mit einem Tuch abgedeckt, etwa 15 Minuten zum Gären der Hefe in der warmen Küche stehen lassen.
Teigbereitung:
Mehl auf dem Backbrett anhäufen,  Salz und Zucker unter das Mehl mischen. Mit der Hand in die Mitte des Mehles eine tiefe Mulde eindrücken. Milch erwärmen, nicht kochen! Butter in Stücken unter die Milch rühren, bis sie fast geschmolzen ist. Die Mischung ist nun handwarm, auf das Backbrett in Reichweite stellen. Die mittlerweile vergorene Hefe in die Mehlkuhle geben, Ei und Eigelb auf den “Kraterrand” setzen. Jetzt ist Kneten angesagt: Alles mit den Händen vermengen, Safranlösung auf einmal und Milch-Butter immer wieder zugiessen.Wenn der Teig klebt, etwas Mehl extra zugeben. Fertig ist er, wenn er sich gut von den Händen ablöst und einen Klumpen bildet. Nochmals gut durchkneten. Das heisse Wasser aus der Metallschüssel weggiessen, diese dann umgedreht über den Teig stülpen. Jetzt 1 h gehen lassen, falls die Küche kalt ist, kann man auch das Backrohr auf 50 °C einstellen, die Schüssel mit dem Teig mit einem nassen Tuch abdecken, den Herd ausschalten, und das Ganze im leicht geöffneten Backrohr warm halten. Nach 1-1.5 h Stunden sollte der Teig sein Volumen verdoppelt haben. Nochmals kräftig durchkneten, zu einer Rolle formen und mit einem Messer 15, jeweils ca. 50 g schwere Teigstücke abschneiden, wie wenn man Brötchen selbst macht.
Den Backofen vorher auf 220 ° C aufheizen (180°C Heissluft), Backblech mit Backpapier auslegen.
Jetzt Teigschlangen oder dünne Rollen formen, ca 25 cm Länge., dann zwei gegeneinander laufende Spiralen einrollen, dabei die S-Form erzeugen.
Die Lussekatter auf dem Backblech mit der Eier-Milch einpinseln, zwei Rosinen in die Spiralmitten aufsetzen.
Auf der Mittelschiene des vorgeheizten Backofens, mit Ober/Unterhitze (gelingt am besten) ca. 12 – 13 Minuten backen.

Sehr gut als süsses Frühstücksgebäck, Hüftgold: ca 200 kcal/Stück.

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Jamilla sagt: Ich bin trotzdem immer noch die süsseste Katze!
quelle:wikipedia

 

Posted by on Dezember 12th, 2016 Kommentare deaktiviert

11.11. ein närrischer Tag …?

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Roter Mohn, Trauer der Demeter: Auch im Commonwealth und den USA
eine Blume des Totengedenkens.(Mond/Saturn, Venus/Pluto) ©beast666 2016

In der Tat finden heute recht unterschiedliche Feiern statt:

In Großbritannien und in den Ländern des Commonwealth wird dieser Tag als Remembrance Day begangen. Die rote Mohnblume ist sein Kennzeichen, daher heisst er auch  „Poppy Day“. Es ist ein Gedenktag für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Am 11. November (zur elften Stunde des elften Tages des elften Monats) 1918 endeten die Kriegshandlungen mit der Unterzeichnung der Waffenstillstandserklärung. Der Erste Weltkrieg fand seinen Abschluss mit der Unterzeichnung des Friedensvertrags von Versailles, der aber schon unter einem Unstern stand, statt Europa Sicherheit und ein Ende der Gewalt zu bringen stellte er lediglich die Weichen für den nächsten Weltkrieg.

Am Vorabend zum 11. November wird Sankt Martin mit regional verschiedenen Martinsbräuchen gefeiert (Martinstag). In ganz Deutschland und Österreich, teilweise auch Frankreich (Elsass) sind Kinder bei Martinsumzügen unterwegs, St. Martin als römischer Reiter führt sie an, während sie singend mit Laternen durch die Straßen ziehen. Am späteren Abend oder am Martinstag selbst, wird dann die Martinsgans im Kreis von Famile und Freunden verzehrt. Das Gansessen findet heute durch die moderne Tagesplanung meist erst am Wochenende nach St.Martin statt. Früher begann mit diesem letzten Festschmaus die Fastenzeit vor Weihnachten, bei dem alle fastenuntauglichen und schlecht lagerbaren Lebensmittel aufgebraucht wurden.

Daher liess man es nochmal krachen, es fanden gesellige Feste mit Speis und Trank, daheim oder im Wirtshaus, statt und es wurden Martinsfeuer abgebrannt, bei denen die heidnischen Wurzeln des Brauchs deutlich zutage treten:  Sprung über das Feuer, Tanz ums Feuer, Gesichterschwärzen und Fackellauf mit Strohfackeln. Solche Feiern waren noch weitgehend spontan und ungeordnet. Im 18. und 19. Jahrhundert kam es auch wegen der Brandgefahr, zu polizeilichen Verboten von Martinsfeuern, die Laternenumzüge nahmen ihren Anfang.

Martinsumzug um die Jahrhundertwende. Heinrich Hermanns, 1905.Quelle:PD via wiki.

Martinsumzug um die Jahrhundertwende. Heinrich Hermanns, 1905.
Quelle:PD via wiki.

In deutschen und schweizerischen Karnevals-, Fastnachts- und Faschingshochburgen wird der 11. November als Elfter im Elften um 11:11 Uhr als offizieller Beginn der Karnevalssession oder Fastnachtskampagne gefeiert. Die hängt ebenfalls mit dem Beginn der Fastenzeit zusammen das Datum reflektiert die nachwinterliche Fastenperiode vor Ostern.

Die Elf galt als sinister, Chaoszahl, Teufelszahl und steht für Rebellion, wie das 11.Haus des Zodiak, wo Wassermann und Uranus(Saturn) herrschen.

  • Elfmänner im antiken Athen: Sie  hatten die Aufsicht über den Strafvollzug, und überwachten Hinrichtungen.
  • Elferrat: Im 19. Jahrhundert wurde die Elf zur Zahl des rheinischen Karnevals. Den Prunksitzungen sitzt ein Elferrat vor, der Karnevalsbeginn wurde in neuerer Zeit auf den 11. November um 11:11 Uhr gelegt. ELF soll sich eigentlich aus den Anfangsbuchstaben des Wahlspruchs der Französischen Revolution „Égalité, Liberté, Fraternité“ ableiten. Es kann jedoch zusätzlich eine Parodie auf häufig zehn- oder zwölfköpfige Gremien sein, da die zehn eine perfekte und die zwölf eine heilige Zahl sind. Sie bedeuten auch Vollständigkeit und Abgeschlossenheit.
  • Die Elf ist die kleinste Schnapszahl (22,33,44… – eigentlich heissen diese Verdopplungen Meisterzahlen in der Numerologie)
  • Paragraph 11: „Es wird weitergesoffen!“
  • Das 11. Gebot: Du darfst Dich nicht erwischen lassen.
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Auch der Winter startet offiziell am Martinstag,
oft tatsächlich mit silbernem Reif und Frost.
Mit St.Martin, auf seinem Schlitten, kommt der Winter angeritten.
Quelle:free png.

 

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Herbstanfang: Goldener Abschied mit Calendula

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Noch blühen Goldruten, Ringelblumen und Sonnenblumen.
September Gold ©scrano 2013

Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

Eduard Mörike 1804-1875

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Calendula mit der Haupt-Signatur von Sonne und Uranus.
Sie blüht bis zum Spätherbst und rettet ein wenig
Sonnenschein in den Winter.
Weitere Signaturen Mond/Saturn, Venus/Mars(Pluto).

Vielseitige Calendula: Die Ringelblume war die Heilpflanze des Jahres 2009.

Denn die Ringelblume hat viel mehr zu bieten, als eine schöne Blüte. Gerade Heimgärtner, die Obst, Salat oder Gemüse im eigenen Beet ziehen, schätzen die Ringelblume in erster Linie wegen einer anderen Eigenschaft: Sie hält Schädlinge fern und dient so dem natürlichen Pflanzenschutz, eine echte Mars-Saturn-Qualität.  Gerade selbst angebaute Lebensmittel will man ja in der Regel nach Methoden des biologischen Landbaus  kultivieren. Die Ringelblume vetreibt gefräßige Schnecken und auch Fadenwürmer. Zur Abwehr einer SCHNECKENINVASION muss ein Beet allerdings vollständig von einer Ringelblumenrabatte umzingelt werden. Gegen Fadenwürmer (Nematoden) reicht es aus, die Blumen in regelmäßigen Abständen mit ins Beet zu pflanzen. Hier ist die Wirkung wie bei Tagetes.

Die Ringelblume (Calendula officinalis) aus Südeuropa wurde ab dem 12. Jahrhundert nach Mitteleuropa eingeführt und fand schnell  ihren Platz in Kloster- und Bauerngärten.
Der Name “Calendula” bezieht sich auf die “Calendae”, die römische Bezeichnung für den Monatsanfang. Die Ringelblume erhielt diesen Namen, weil sie über viele Monate, bis hinein in den Herbst blüht. Die Ringelblume wird hierzulande ähnlich der Tagetes in Mexico, im Totenkult verwendet (Pluto). Traditionell schmückt die Ringelblume auf Friedhöfen die Gräber und setzt mit ihrer lebendigen Farbigkeit einen Kontrapunkt zum Tod. Durch dieses Brauchtum hat die Ringelblume auch den Namen “Totenblume” bekommen. Neben den Kürbissen ist sie auch ein Schmuck zu Halloween. Die Calendula verströmt einen harzig-balsamischen Geruch, dies zeigt eine Sonnen-Signatur. Sie zählt zu den alten Volks-Heilpflanzen und wegen der vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten zu den Panaceae. Sie wurde schon früh in Heilpflanzenkatalogen geführt, was der Namenszusatz “officinalis” belegt. Schon Hildegard von Bingen schätzte die Ringelbume und nannte sie “Ringula” oder “Ringella”. Leider wird sie modern fast nur noch äusserlich eingesetzt., die goldenen Zungenblüten schmücken höchstens noch Kräutertees oder werden zur Wollfärbung verwendet. Dabei hat sie auch als Teezubereitung einiges zu bieten.

Magen und Darm: (Mond/Saturn, Pluto/Mars)

  • Ringelblumen-Tee stärkt die Verdauungsorgane, lindert Brechreiz und hilft Magengeschwüre (Mond) abzuheilen.
  • Ausserdem wird die Gallensekretion (Mars) verbessert.
  • Ringelblumentee wirkt leicht abführend und wurmtreibend (Pluto, Saturn)
  • Hämorrhoiden, als Sitzbad (Pluto)

Rachen- und Mundschleimhaut (Venus, Mond)

  • Ringelblumentee oder verdünnte Tinktur hilft als Spül- und Gurgelmittel

Angegriffenes Nervenkostüm (Uranus, Mond)

  • Ringelblumen-Tee oder Tinktur kann gegen Kopfschmerzen (Mars, Mond)  und Einschlafstörungen (Mond) helfen.
  • Schwindelanfälle (Uranus) werden gemildert. Man kann die Ringelblume auch gegen Panikattacken (Uranus, Mars) verwenden.

Frauenprobleme (Mond, Venus)

  • Durch ihre krampflösenden Eigenschaften (Venus, Mond) kann die Ringelblume bei Periodenkrämpfen helfen.
  • In der Ringelblume ist das Phyto-Östrogen Beta-Sitosterol enthalten (Venus), welches unregelmässige Zyklen ausgleicht und Beschwerden der Wechseljahre lindert.
  • Der Inhaltsstoff Stigmasterol fördert den Eisprung und somit indirekt auch die Regulierung des Zyklus (Mond, Venus). Auch Unfruchtbarkeit kann so behoben werden, wenn sie aufgrund von ausbleibendem Eisprung besteht.

Äusserliche Verwendung

Das Haupteinsatzgebiet der Ringelblume ist, wie schon erwähnt die äusserliche Anwendung. Sie wirkt fördernd auf die Granulationsbildung beim Wachstum neuer Haut (Saturn, Venus). Ausserdem wirkt sie abschwellend, entzündungshemmend (Venus, Mond), antibakteriell und pilzhemmend (Saturn, Pluto). Häufig wird auf die Wirkungsverwandschaft von Ringelblume und Arnika (Uranus, Sonne) hingewiesen. Die Ringelblume wirkt jedoch sanfter, was sie im Endeffekt besser einsetzbar macht, weil man sie auch verwenden kann, wo Arnika zu stark reizend wäre. Ich kann z.B. Ringelblumentinktur und Hautsalben gut vertragen, auf Arnika reagiere ich mit Ausschlag. Auch zur längerfristigen Anwendung ist die mildere Wirkung günstiger.

  • Man kann Ringelblumen-Tee auch für Wickel, Waschungen und als Bad anwenden.
  • Ringelblumen-Tinktur eignet sich für Einreibungen und Umschläge..

Hauptsächlich wird die Ringelblume traditionell als Salbe angewandt.

  • Man kann sie für nahezu alle Arten von Hautverletzungen und Hautentzündungen einsetzen, eine hervorragende Zusammenarbeit des Mond/Saturn mit dem Venus/Mars-Prinzip.
  • Auch leichte Brandwunden, Sonnenbrand (Mars, Sonne) und Ekzeme (Saturn, Mond) kann man mit Ringelblumen-Salbe behandeln.
  • In der Apotheke gibt es auch eine Gel-Zubereitung, wenn eine Fettbasis nicht so geeignet ist.
  • Neben offenen Verletzungen (Mars) ist Ringelblumensalbe gut gegen Quetschungen, Verstauchungen und blaue Flecken nach kleinen Unfällen. (Uranus).
  • Auch Krampfadern und Krampfadergeschwüre (Venus, Mars) können mit Ringelblumensalbe behandelt werden,
  • ebenso wie Wunden durch Wundliegen (Dekubitus)
  • Warzen kann man mit frischen, zerquetschten Blättern bekämpfen, wie bei Schöllkraut (Mond, Saturn).
  • Auch als Hämorrhoiden-Salbe (Pluto)
Ringelblumen verleihen Herbstbeeten Farbe.

Ringelblumen verleihen Herbstbeeten Farbe.

Meine Mutter hat schon selbst Ringelblumensalbe auf Schweineschmalzbasis hergestellt: Nicht zu grosse Mengen ansetzen, lieber öfter mal frisch zubereiten. Ringelblumen gibt es fast das ganze Jahr über frisch, im Winter getrocknet.

  • 70 gr Schweineschmalz
  • ca. 6 gr getrocknete Ringelblumen-Blüten (Flos Calendulae) aus der Apotheke oder dem Eigenanbau: Verwendet werden nur die Zungenblüten des Randes ohne Körbchen. Bei Frischblüten den doppelten Ansatz verwenden.
  • Salbentiegel aus Glas oder Keramik
  1. Schweineschmalz in Stücke in ein möglichst kleiens Töpfchen geben.
  2. Bei milder Hitze vollständig schmelzen.
  3. Ringelblumen-Blüten in das geschmolzene Schweineschmalz geben.
  4. Einrühren, bis alle vollständig mit Fett bedeckt sind
  5. Bei kleiner Flamme soll die Mischung etwa eine halbe Stunde vor sich hinsimmern. Nicht fritieren!
  6. Abkühlen und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag behutsam wieder aufwärmen und schmelzen, nicht mehr kochen.
  7. Einen kleinen Salbentiegel mit Filterpapier (Teefilterbeutel) auslegen, dann das Salbenfett durch den Filter in den Salbentiegel abgiessen.
  8. Flüssig ist die Salbe kräftig gelb, nach dem Aushärten wird sie deutlich heller.
  9.  Mit einem Küchenpapier bedeckt abkühlen lassen, Salbentiegel gut verschiessen und beschriften.

Im Kühlschrank aufbewahren, dann hält sie länger. Ca. 1 Jahr verwendbar, mit Spatel oder kleinem Eierlöffel entnehmen, um Verkeimung zu vermeiden.

Ringelblumen-Tinktur für äussere Anwendung

  • Ringelblumen-Blüten (frisch oder getrocknet: Mit getrockneten Blüten wird die Tinktur konzentrierter)
  • Doppelkorn oder Weingeist
  • Weithalsflasche (Milch oder Sahne) mit twist-off Verschluss
  • dunkle Apothekenflasche

Zubereitung

  1. Blüten einfüllen, bis etwa halbvoll
  2. Alkohol über die Blütenblätter geben, bis sie gut bedeckt sind.
  3. Tinktur zwei bis sechs Wochen an einem warmen Ort stehen lassen.
  4. Nach und nach nimmt die Tinktur immer mehr Farbe an.
  5. Fertige Tinktur durch ein Kaffeeefilter in ein Becherglas abziehen.
  6. Anschliessend wird die Tinktur in eine dunkle Flasche abgefüllt.
  7. Gut verschliessen und beschriften
  8. An einem dunklen, kühlen Platz gelagert hält sich so eine Tinktur mindestens ein Jahr.

Man kann diese Tinktur auch gegen Akne einsetzen: Pickel damit betupfen. Für die Schönheitspflege gibt es auch Zubereitungen mit Ziegenbutter oder Pflanzenöl-Auszüge. Auch Sonnencreme kann man selbst herstellen, wie oft in Ratgebern für die Eigenproduktion von Kosmetikprodukten beschrieben.

  • Dazu gibt es auch Bücher aus der altbekannten HOBBYTHEK-Reihe.

Schliesslich kann man sich junge Blätter und auch Blütenblätter als Salat-Zugabe schmecken lassen. Früher wurde damit auch Reis gefärbt, als Kurkuma noch nicht bekannt und Safran viel zu teuer war.

Und wie immer: Beschwerden abklären lassen. Heilpflanzentipps ersetzen nicht den Gang zum Heilpraktiker oder Arzt.

 

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Heilpflanzen im August: Here Comes the Sun …

Apollon, solarer Archetyp und Heiler der Antike.Schwetzingen Apollontempel 2015

Apollon, solarer Archetyp und Heiler der Antike.
Schwetzingen Apollontempel 2015 ©beast666

Signaturen in der Pflanzenastrologie:

Alle Lebendige aber auch sonstiges Dingliches teilt sich mit. Pflanzen kommunizieren mit ihren Farben, ihrem Geruch oder Duft, in der Ausformung ihres Wurzelgeflechts, Anzahl, Form und Stellung von Blättern, Erscheinungsform und Symmetrie der Blüten, Eigenschaften ihrer Früchte, Samen oder Sporen, ihrer kompletten Erscheinungsform, ja sogar einer Art “Ausstrahlung”. Bei der Interpretation der Pflanzen muss man aber bedenken, dass sie sozusagen verkehrt herum leben: Ihr Kopf oder “Gehirn” steckt im Boden, ihre Fortpflanzungs- und Bewegungsorgane (z.B. Ranken) sind nach oben, dem Licht entgegengestreckt.

  • Hinweise für Signaturen finden sich auch darin, wie, wo und wann eine Pflanze wächst, blüht oder fruchtet  in welchen Gemeinschaften und unter welchen Randbedingungen.
  • Namen, besonders die ortsüblichen in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet (sofern noch bekannt) spielen eine Rolle. Auch Bezeichnungen aus dem Volksmund sind eine interessante Quelle, wobei man aber Heilwissen, Brauchtum und dummen Aberglauben manchmal nicht trennen kann.

Diese Erscheinungsbilder und Ausdrucksformen lassen sich in die Sprache astrologischer Archetypen übersetzen, sie bilden dann eine sogenannte Signatur.

In der klassischen Signaturenlehre werden meist nur die einseitigen Prinzipien der hermetischen Polarität herangezogen, ausserdem verwendet man nur die 7 Himmelskörper der Antike: Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn. Ich ziehe aber die Trans-Saturnier durchaus mit heran, da es mittlerweile einige Erfahrung damit gibt. Bei allen hermetischen Korrespondenzen muss man immer bedenken, dass durch das symmetrische Achsenprinzip der Gegenpol immer mit zum Tragen kommt. In allen Dingen oder Wesen, welche die Erde oder der Kosmos hervorbringt ist zudem auch jedes archetypische Wirkprinzip vertreten, wenn auch nicht in gleichem Aussmass oder in allen Stadien oder Phasen ihrer Existenz. Manche Wirkungen z.B. bei Pflanzen sind nur auf einen Teil, wie Früchte oder Wurzeln beschränkt, manche muss man erst durch Zubereitung und Anwendung erschliessen. Zum Teil kann man eine Rückbeziehung durch die Funktion der Inhaltsstoffe für die Pflanze selbst herstellen.

Dazu kommt: Nicht alles was aus dem planetaren Entsprechungen stammt, ist dem Menschen dienlich – es ist in erster Linie für die Pflanze lebensnotwendig und prägt IHR Wesen. Wir nutzen nur den Anteil, der uns hilfreich ist.

Wie die Sonne auf die Erde wirkt, so wirkt das Herz auf den Leib” (Paracelsus). Für die antiken Ärzte und Iatromediziner  galt das Herz als das Sonnenorgan: Es bildete den Mittelpunkt im Mikrokosmos Mensch. Entsprechend der astrologischen Bedeutung der Sonne, dem zugeordneten Zeichen Löwe und dem 5.Haus des Zodiak, wird das Herz auch als “Organ des Selbst” oder der Lebensfreude bezeichnet. Es wird geschwächt, wenn die äußeren Rahmenbedingungen des Individuums nicht mit seiner inneren Wahrheit überlappen. Die Sonne gilt als Lebensspenderun, die mit ihrer Wärme alles Seiende durchflutet.  Im Menschen verkörpert sie sich daher in allen Zentrierungs- und Wärmeprozessen.

Sonnenpflanzen tonisieren den Organismus, vor allem wenn zusätzlich Kälte körperlicher oder seelischer Natur den Krankheitsprozess beherrscht. Mit ihrer wärmespendenden und lichten Natur erhellen und erwärmen die Heilmittel der Sonne die frierende und verdunkelte Seele (Johanniskraut, Engelwurz). Sie verbessern auch das Selbstwertgefühl (besonders mit Venusmitteln wie Rose) und helfen bei Melancholie sowie Angstzuständen. Mit der zodiakalen Stellung der Sonne ist untrennbar die Selbsterkenntnis verbunden. “Erkenne Dich selbst” stand auf den Toren Delphis geschrieben, der Orakelstätte des Sonnengottes Apollon. Für C.G.Jung (Sonne Löwe) war der solare Archteyp Ausdruck der höheren Form des Animus, wenn dieser von den negativen Elementen der primordialen Mars-Natur befreit wird. Auch der Nabel der Welt – der Omphalos, der als Ende der Axis mundi gedeutet wurde, befand sich im Tempelbezirk von Delphi. Allerdings – wie schon bei Jung angedeutet wird – auch der solare Heros hat seine Schatten: Daher war am Apollontempel auch zu lesen: “Und nicht im Übermass!” Das Geheimnis von solaren Pflanzen  liegt wohl auch darin – wie auch bei Merkurgewächsen in Rezepturen die Bestandteile zusammenzubinden, wobei die Sonne eher einen Fokus setzt, der Merkur hingegen vermittelt.

Heilsame und zauberische Gewächse der Sonne:

Heilpflanzen mit sonnenhafter Natur sind vor allem Bestandteile von tonisierenden (die Lebensgeister stärkenden) Lebenselixieren, z.B. das Allheilittel Theriak (Engelwurz), Aquavit (Johanniskraut, Rosmarin), Frenette (Esche), Melissengeist (Engelwurz, Koriander). Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß die viele aromatische Gewürzpflanzen mit milder, erwärmender Schärfe oder angenehmer, belebender Bitterkeit, mit Harzen oder fetten Ölen der Sonne unterstehen. Sie besitzen oft eine glänzende, vor Austrocknung schützende Haut – Saturn im Wassermann ist dann der Gegenpol.

Besonders der mit leicht entflammbaren Ölen gesättigte Lorbeer spielte im Apollonkult eine Rolle. So bestand des Innere des Tempels aus Lorbeerholz und die Orakelpriesterinnen ruhten auf Lorbeerblättern.   Um ihre Sehergabe zu stärken, war Lorbeer ein Teil ihrer Diät, im Altgriechischen nannte man die Apollonpflanze “Mantikos“, das Hellsehkraut. Auch die Priester in den Heilzentren des Asklepios, einem Sohn des Apollon, benutzten die aromatische Pflanze (im Wein), um den Krankheitsgeist besser wahrzunehmen. Zur Stärkung der Seherkraft und gegen Krankheitsgeister wurde Lorbeer auch geräuchert.

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Lorbeer Köhlers Medizinalpflanzen
quelle:wiki

Aus den Lorbeerfrüchten lässt sich ein grünliches salbenähnliches Extrakt gewinnen, das ähnlich der Arnika-Tinktur als Einreibung bei Sportverletzungen verwendet wird. Auch Blutergüsse und Rheumaschmerzen wurden damit behandelt. Leider ist es wie bei Arnika, mit ebenfalls einer Sonnen/Uranus(Saturn) Signatur: Es kann eine Hautallergie auslösen. Wegen der schwarzen Früchte, der antiparasitären Wirkung und den weissen Blüten besteht wohl eine Nebensignatur Mond/Saturn, auch die traumfördernde Wirkung ist wohl eher dieser Natur geschuldet. Das Auge (auch das innere) galt in der Antike als Organ von Sonne und Mond.

Durch ihre leuchtend-gelben Blüten oder ihrer majestätischen Gestalt (Sonnenblume, Ringelblume, Johanniskraut, Alant) sind Sonnenpflanzen in der Natur leicht zu finden.

Die Korbblüter sind eindeutig Sonnenkinder, die ihre Blüten der Sonne zuwenden. Ihr Blütenkorb ist aus vielen einzelnen Blüten zusammensetzt, ist also keine Einzelblüte, sondern ein ein harmonisch organisierter Blütenstand (oft “goldener Schnitt)”, der uns erscheint wie ein Gesicht, das die Umgebung anschaut und sich dem Himmel entgegenstreckt. Es gibt sie in allen Grössen: Gänseblümchen, Kamille, Margariten, Sonnenhut und Ringelblume bis hin zur Sonnenblume oder der Inula helenium, die mehr als 2 m hoch wachsen können.

Gewürz-Tonikum, ähnlich Charteuse jaune oder Danziger Goldwasser:

  •  1 Tl Kardamom, Koriander und Sternanis,
  • 2 El Rosenblüten,
  • 1 Stange Zimt,
  • 5 Gewürznelken,
  • 2-3  Wacholderbeeren,
  • 1 Msp. Macis-Blüte
  • 1 El getrocknete oder kandierte Zitronen- und Pomeranzenschalen,
  • 0,7 l Weinbrand
  • 170 g braunem Krümerkandis
  • Alles in eine Weithalsflasche (1l) füllen.

Den Ansatz stellt man für sechs bis acht Wochen in die Sonne; täglich schütteln, anschließend über Kaffeefilter abziehen und in eine dekorative Flasche füllen.. wer es luxuriöser mag, kann  etwas Blattgold hinzufügen.

Sonnenkraft - sie steht im Zentrum des Lebens.

Sonnenkraft – sie steht im Zentrum des Lebens.

Heil- und Zauberpflanzen, mit denen wir die Sonne ins Haus holen können, sind z.B.

  • Adonisröschen
  • Alant (Merkur/Jupiter)
  • Angelikawurzel, (Merkur/Jupiter)
  • Arnikablüten (Uranus)
  • Bromelien (Uranus)
  • Dachwurz (Uranus, Mars/Venus)
  • Fichte
  • Gelbwurz (Curcuma)
  • Galgantwurzel
  • Große Pestwurz
  • Honig und Propolis
  • Immortelle
  • Ingwer (Uranus, Venus/Mars)
  • Johanniskraut,
  • Kalmus (Mond/Saturn)
  • Kamille (Mond/Saturn, Uranus)
  • Kardamom (Venus/Mars)
  • Koriander, (Venus/Mars, Merkur/Jupiter)
  • Lärche (Uranus)
  • Mistel (Uranus, Mond/Saturn)
  • Lorbeer (Mond/Saturn)
  • Pfingstrose (Jupiter, Merkur, Venus/Mars),
  • Weinraute (Jupiter/Merkur)
  • Ringelblume (Venus/Pluto)
  • Rosmarin (Merkur/Jupiter)
  • Safran (Venus/Pluto)
  • Scharbockskraut (Uranus)
  • Sonnenblume (Uranus)
  • Sonnenhut (Mars/Venus)
  • Sternanis (Jupiter/Merkur)
  • Wacholderbeere (Mond/Saturn, Uranus)
  • Weihrauch
  • Zeder
  • Zimt (Merkur/Jupiter)
  • Bernstein als Vertreter der Edelsteine, da es eigentlich ein Harz ist.
  • Gold aus dem Reich der Mineralien

Einige sonnenhafte Heil-und Zaubermittel habe ich bereits vorgestellt: Lorbeer, Ingwer, Honig etc.

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Angelica archangelica Köhlers Medizinal-Pflanzen.

Als typische Vertreterin gilt die feuchte Wiesen liebende Angelika (Angelica archangelica), die auch “Engelwurz” oder “Erzengelwurz” genannt wird, denn der Erzengel Raphael hat sie der Sage nach auf die Erde gebracht. Sie hat auch eine kräftige Merkur-Jupitersignatur (sehr stattlicher Doldenblüher, bis 2m hoch, mit hohlem Stängel) und eine Mond/Saturnsignatur (feuchter Standort, starker Wurzelstock, weisse Blüten. Sie blüht Ende Juli und August (Sonne), besonders am Rande von Sumpfgebieten (Mond). Ihre vielfältigen Inhaltstoffe werden vor allem in Klosterlikören und Magenbittern eingesetzt.

Ich sehe hier nicht so sehr eine blosse Sonnensignatur, ausser in den erwärmenden Bitterstoffen und der Hauptblütezeit im Hochsommer, alle anderen Wirkungen sind auch schon in der Merkur/Jupiter (Verdauungsenzyme, Leber und Galle, stärkt die Zuversicht und die Nerven – wie Baldrian oder Borretsch) oder der Mond/Saturn (krampflösend, magenstärkend, angstlösend, wurmtreibend – wie Baldrian) Signatur enthalten. Klassisch untersteht Engelwurz nur der Sonne – ich finde, das ist zu wenig ausdifferenziert. Insgesamt zählt sie, wie der Begriff  “Theriak” schon zeigt zu einem der alten “Panacea”-Heilmittel, wie sie auch bei Paracelsus erwähnt werden. Dazu gehören auch Schafgarbe, Ringelblume, Brennessel und Johanniskraut.

Die Wirkstoffe des Engelwurz helfen beim „Burn-out Syndrom“ und Stressbelastung.

Engelwurz ist ein ideales Tonikum: Sie fördert die Vitaliät und  hilft Erschöpften wieder auf die Beine. Also ein klassisches Mittel bei Überbelastung. Um verlorene Energie zurück zu gewinnen, wird gerne ein Engelwurz-Wein empfohlen. Besonders der Wurzelstock, aber auch Samen besitzen eine starke Heilkraft.

Vorsicht, Engelwurz ist leicht mit dem giftigen Wasserschierling oder sogar dem kontaktallergenen Riesenbärenklauzu verwechseln, daher als Pflanzendroge in der Apotheke kaufen, nicht selbst sammeln.

Darüber hinaus heilt und wirkt Engelwurz noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Sie fördert die Bildung von Verdauungsenzymen.
  • Engelwurz wirkt krampflösend im Bauch und Unterleib (Mensiskrämpfe).
  • Der Gallenfluss wird angeregt, das wiederum wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus
  • Engelwurz ist ein Stimmungsaufheller: Einige Tage lang täglich zwei grosse Tassen Engelwurztee mindern Ängste und stärken das Selbstvertrauen.
  • In der Duftlampe beruhigt Engelwurzöl  die Nerven.

Die Inhaltsstoffe des Engelwurz

  • Sehr viele wertvolle Bitterstoffe für den Verdauungsapparat
  • Die ätherischen Öle Furokumarine und Angelicin
  • Wichtige sekundäre Pflanzenstoffe (Farbstoffe).

Engelwurztee

  • Ein Teelöffel zerkleinerte Engelwurz-Wurzel auf eine Tasse Wasser.

Die zerkleinerten Wurzeln in kaltes Wasser geben, kurz aufkochen lassen, etwa zehn Minuten ziehen lassen. Lauwarm eine halbe Stunde vor dem Essen trinken. Hilft bei Verdauungsbeschwerden,  besonders Blähungen.

Engelwurzwein

  • 60 g feingeschnitten Engelwurzwurzel,
  • 2g Anissamen,
  • 1 Liter tockener Weisswein.
  • 1  Weithalsflasche, 1l

Die Wurzeln mit dem Wein ansetzen. Nach zwei Tagen den Anissamen hinzufügen und wieder zwei Tage stehen lassen. Dann abseihen. Jeden zweiten Tag ein Esslöffel hilft gut gegen Verdauungsbeschwerden.

Kandierte Angelica

Angelica-Stängel kann man prima kandieren, die grünen Stückchen auf Petit Fours – ja das ist meistens Engelwurz. Auch für Drinks und Garnitur von Desserts eignet sich die selbstgemachte Leckerei. Man sammelt die Stängel der Echten Engelwurz oder der Wald-Engelwurz, bevor sie Blütenstände bilden!  Da sind sie saftig und noch nicht verholzt. Ideale Zeitpunkte: Frühsommer, Frühherbst (Jungpflanze). Wer Angst vor Verwechslung hat – man kan sie auch im Garten kultivieren – braucht viel Wasser! Oder kauft sie auf dem Wochenmarkt.

  • 750g Angelica-Stängel
  • 1 kg Roh-Rohrzucker
  • 750 ml Wasser

Zubereitung

  1. Stängel in etwa 10 cm lange Stücke unterteilen, in kochendem Wasser 2 Minuten blanchieren.
  2. Über ein Sieb abgießen und sogleich mit kaltem Wasser abschrecken. Abtropfen lassen.
  3. Inzwischen in einem Marmeladentopf 1 kg Rohr-Zucker mit 750 ml Wasser 10 Minuten köcheln lassen.
  4. Engelwurz dazugeben, 3 Minuten köcheln. Anschließend zugedeckt abkühlen und über Nacht stehen lassen.
  5. Engelwurzstücke  mit einem Sieb herausfischen.
  6. Sud 10 Minuten ohne Deckel leicht eindicken, damit das Aroma intensiver wird.
  7. Stängel zurück in den Sud geben, 3 Minuten ziehen lassen.
  8. Anschließend zugedeckt auskühlen und über Nacht stehen lassen.
  9. Durch ein Sieb abschütten, dabei den Sirup in einer Flasche auffangen.
  10. Im Kühlschrank hält er sich ca. 2 Wochen und kann als Limonadengrundlage oder Aromazutat  im Tee verwendet werden.
  11.  Stängel gut abtropfen lassen, dann auf Backpapier locker ausbreiten und 2 Tage trocknen lassen, bis sie nicht mehr kleben.
  12. Alternativ: In groben Zucker wälzen und offen 1 Woche nachtrocknen.

Aufbewahrung: In Schraubgläser verschließen und dunkel aufbewahren, wenn sie trocken sind.

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Samenstand der Engelwurz – Schopflocher Moor 2016.

Das Sonnengold (Helichrysum) der Immortelle kennen viele als mediterranes Küchengewürz oder Strohblume zum Basteln haltbarer Trockengestecke.  Sie behält ihre schöne gelbe Blütenfarbe nach dem Trocknen und heisst deswegen im Volksmund  “Unsterbliche”. Das aus ihr gewonnene Öl entspannt und vermittelt Wärme, gerade bei Menschen, die innerlich wie erstarrt sind oder unter menschlicher Kälte leiden, kann sie die innere Anspannung auflösen, die innere Mitte stärken und emotionalen Frieden geben.  Ein Meditations- und Zentrierduft, der Ängste auflöst und so hilft, die eigenen Schwächen anzunehmen. Äusserlich bei Prellungen und Hautverletzungen, wie Ringelblume. Auch die Immortelle hat noch Neben-Signaturen: Merkur (lavendelartige Blätter, kleine Einzelblüten in Büscheln) und Neptun/Jupiter (holziger Halbstrauch, beruhigende, meditative Inhaltsstoffe). Immortelle sagt es schon: Saturn/Mond ist auch vertreten – das vieleseitige Helichrysum (bei uns auch Currykraut) gehört auch zu den Panacea.

  • Wundreinigung (Mond,Saturn)
  • Linderung von Husten, Bronchitis (Merkur)
  • Beschwerden des Lymphflusses (Mond)
  • leichte Depressionen (Sonne)
  • nervöse Unruhezustände (Neptun, Merkur)
  • Hautprobleme (Ekzeme) (Mond/Saturn)
  • Prellungen (Sonne/Uranus) – wie Arnika, Ringelblume

Als Küchenkraut wird es im Mittelmeerraum, aber auch bei uns zunehmend verwendet: Nudeln, Reis- und Fleischgerichten gibt es eine curry-ähnliche Note. Ich finde, es schmeckt eher wie Liebstöckel, nur nicht so penetrant nach “Maggi”. Im Garten lässt es sich leicht ziehen, es braucht ähnliche Bedingungen wie Lavendel oder Rosmarin. Imortellenzweige wirken in Kleiderschränken gegen Motten.

Die Sonnenpflanze schlechthin: Hypericum, das Johanniskraut.  Für Paracelsus war es ein Universalheilmittel mit höchster Wirkkraft, da es uns über die inneren Bilder hinweg hebt und einen sonnigen Weg aus dunklen Zeiten aufzeigt. Es ist das Sonnenstudio für die Seele, dank seiner antidepressiven Eigenschaften. Ich habe diese Pflanze schon ausführlich beschrieben.

Die wichtigsten Harze der Sonnenpflanzen  liefert wohl Boswellia, die Weihrauchpflanze, aber auch heimisches Fichtenharz ist nicht zu verachten – als Tinktur wirken sie antiseptisch, man kann sie auch wie Kaugummi kauen und innerlich verwenden, gegen Geschwürleiden und Entzündungen. Und natürlich als Aromatherapie und unterstützend bei der Meditation – die klassische Verwendung ist immer noch als Räuchermittel. Daneben liefern auch noch Myrrhe, Dammar, Mastix und Gummi Arabicum als Sonnenpflanzen heilkräftige Harze. Im Altertum wurden sie mit Gold (Metall der Sonne) aufgewogen.

Herbstsonne ©scrano 2015

Theriak ©scrano 2015

 

Nach alter astromedizinischer Lehre sind folgende Faktoren für Krankheiten zuständig:

  • Der Geburtsherrscher (regiert den ASC)
  • Zeichen des  6.Hauses
  • Planeten im 6. Haus
  • Die klassischen Übeltäter Saturn (der gewichtigere) und Mars
  • Körperliche Dispositionen kann man auch noch am 2. Haus (des Körpers) ablesen

Diese Stellungen zeigen gewisse Neigungen und Veranlagungen bereits im Radix. In früheren Zeiten wurden diese Annahmen auch für die Auswertung der sogenannten Dekumbitur herangezogen: Das Horoskop des Augenblicks, in dem ein Patient sich wegen seiner Krankheit ins Bett legen muss. Eine Radix der Krankheit und ihrer möglichen Prognose. Wie bei allen stundenastrologischen Betrachtungen wurde besonderes Gewicht auf die Stellung des Mondes auch in einem solchen Krankheitshoroskop gelegt, um deren Verlauf einzuschätzen: Letzter (separativer) Mondaspekt des Dekumbitur zum AC-Herrscher -> Ursache, nächste Mondaspekte -> Krisen, Heilungschancen und Dauer.

Zum Schluss noch eins: Ein Heilkräuter-Brevier ersetzt nicht diagnostische Abklärung von Beschwerden durch Arzt oder Heilpraktiker! Viele verordnen immer mehr Naturheilmittel – einfach  direkt nachfragen.

 

Posted by on August 18th, 2016 Kommentare deaktiviert

Sonnige Aussichten: Mandala für Löwe-Geborene

König der Löwen - Herrscher der Savanne

Stilisierte Löwenhäupter um eine Sonne im Zentrum: Symbole des Königtums.

Das Tierkreiszeichen Löwe (griechisch λέων Léōn, lateinisch Leo) ist das fünfte Zeichen  des Tierkreises von 120° bis 150° ekliptikaler Länge ab dem Frühlingspunkt.

Die Sonne befindet sich im Mittel in der Zeit zwischen 24. Juli und 23. August in diesem Zeichen. Aufgrund der Erdachesenprätession entspricht das Tierkreiszeichen Löwe heute nicht mehr dem Sternbild Löwe. Im Sternbild Löwe befindet sich die Sonne ungefähr in der Zeit zwischen 11. August und 17. September.

  • die Sonne ist Herrscher des Zeichens.
  • beide beherrschen das 5. Haus der Kreativität, Spielfreude und Selbstverwirklichung
  • Metall  Gold
  • Diamant, Bernstein, Rubin, Goldtopas und das synthetische Schmuckglas Goldfluss, das bereits seit 1626 in Murano hergestellt wird. Es trägt auch eine Venussignatur.
  • Sonnenblume
  • Solarplexus (Sonnen-Geflecht) und Herz/Kreislaufsystem
  • Manipura Chakra
  • mythologische Gottheiten sind Helios und vor allem Apollon, nördlich der Alpen zählen dazu Belenos, Balder, Lugh und Loki. Sul und Sunna bilden die weiblichen Formen des solaren Prinzips.

Mit Schütze und Widder bildet der Löwe das Trigon des Elements Feuer, und mit Skorpion, Wassermann und Stier das Quadrat der vier fixen Zeichen.

Das Zeichen war bereits Teil des babylonischen Tierkreises. Auf den MUL.APIN-Tafeln erscheint es als „Löwe“ oder „Löwin“ (MUL.UR.GU.LA bzw. ur.gu.la). Die Löwin ist wahrscheinlicher als der männliche Wüstenkönig: In allen alten Darstellungen, Mykene, Sumer, Kreta, Babylon etc werden im Zusammhenhang mit ebenfalls weiblichen Gottheiten wie Ishtar Löwinnen abgebildet. Auch das alte Ägypten favorisierte die weibliche Grosskatze: Neith, Shu, Tefnut und natürlich Sechmet und Hator in ihrer kriegerischen Form, später mit Sechmet gleichgesetzt, prangen als Abbildungen mit Löwinnenkopf an den Wänden von allen Tempeln des Landes am Nil. Als freundlichere Form wurde dann auch Bastet, Tochter und Auge des Ra als Kätzin verehrt.

Dargestellt wird das Zeichen seit der Antike als (meist liegender) Löwe, wobei sich der Kopf auf der linken Seite befindet. Das astrologische Symbol zeigt einen stilisierten Löwenkopf als Kreis mit daran in Form einer geschwungenen Linie angedeuteten Mähne. Eigentlich eher ein Katzbuckel, und über eine “Mähne” kann man sich streiten …

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Starshine and Sunburst ©scrano 2016

 

Posted by on August 11th, 2016 Kommentare deaktiviert

Magischer August: Kornmond

August

Sonnenglanz und Pünktlichkeit, grosser Aufritt und Gesundheitselixir.
August ©scrano 2016, Alle credits beim Original,
model:  jlior staircase:Marcus Ranum.

Der August hat 31 Tage, hiess im römischen Kalender ursprünglich Sextilis und wurde im Jahre 8 v. Chr. nach dem römischen Kaiser Augustus benannt. Als Grund für die Wahl dieses Monats anstelle von Augustus’ Geburtsmonat September wurde angeführt, dass er im Sextilis erstmals Konsul geworden sei und drei Triumphe gefeiert habe. Ein anderer Grund könnte aber gewesen sein, dass der Sextilis direkt auf den nach Caesar benannten Juli folgte. Ausserdem war der neue Monat nach der Verlegung des Jahresbeginns vom März in den Januar nun Nummer Acht. Dies passte zu Augustus eigentlichem Vornamen Octavius (der Achte).

Am 22. August wechselt die Sonne vom Löwen in das sechste Zeichen des Zodiak, die Jungfrau, die auch das sechste Haus regiert. Diese Einteilung spiegelt noch die alte Zählung der Monate nach dem Frühlingspunkt im März.  Nach dem Sonnenglanz und Glamour des Löwen kehrt nun Mässigung und Vernunft ein. Spitzfindig könnte man meinen, nach dem Feiern kommt jetzt der Kater mit der Ernüchterung. Jungfrau herrscht über Vernunft, Gesundheit und den Lebensalltag, Löwe über “das innere Kind”, Lebensfreude, Kreativität, Selbstverwirklichung.

Da jetzt die Hauptmenge des Getreides geerntet wird, hiess der August nördlich der Alpen auch Kornmonat.

Antike Feiertage
- religiöse, staatspolitische, meistens für Cäsar & Co, habe ich weggelassen:

  • 12. August – Herkules – ein echt solarer Heros, seine 12 Arbeiten symbolisieren Zodiak und Lebensreise
  • 13. August – Tag der Diana – später als Marienfeiertag am 15.8.
  • 19. August – Vinalia Rustica zu Ehren von Venus
  • 23. August – Vulcanalia, zu Ehren von Vulcanus – er herrscht über die Jungfrau
  • 25. August – Fest der Ops, Erntesegen
  • 27. August – Volturnalia, zu Ehren von Volturnu

Augustwetter und Lostage:

  • Augustregen wirkt wie Gift, wenn er die reifenden Trauben trifft – bei zuviel platzen sie!
  • Je dicker die Regentropfen im August, je dicker wird auch der Most.
  • Der Tau tut dem August so not, wie jedermann das täglich Brot.
  • Nasser August macht teure Kost.
  • Ist’s in der ersten Augustwoche heiß, bleibt der Winter lange weiß.
  • Bringt der August viel Gewitter, wird der Winter kalt und bitter.
  • Was der August nicht vermocht, kein September mehr kocht.
  • Im August ziehen die Gewitter heim.

Der August bringt häufig unstetes Wetter mit extremer Hitze und/oder Unwettern – beides gefürchtet bei den Bauern und Winzern. Allerdings ist jetzt Badespass angesagt: Freibäder und Urlaub am Wasser haben Hochkonjunktur.

1. August:

  • An Petri Kettenfeier von diesem Ort ziehen jetzt die Störche fort.

10. August:

  • Sankt Laurenz mit heißem Hauch, füllt dem Bauern Fass und Schlauch.
  • Ist’s von Petri (1. August) bis Lorenzi heiß, dann bleibt der Winter lange weiß.

13. August:

  • Wie das Wetter an Hippolyt, so es mehrere Tage geschieht.
  • Wie das Wetter zu Kassian, hält es viele Tage lang.

15. August:

  • Um Maria Himmelfahrt, das wisse, gibt es schon die ersten Nüsse.
  • Wer Rüben will recht gut und zart, sä’ sie an Mariä Himmelfahrt.
  • Mariä Himmelfahrt im Sonnenschein, bringt viel und guten Wein.
  • Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so es noch zwei Wochen bleiben mag.
  • Maria Himmelfahrt, ein alter Feiertag der Muttergöttin als Mondin – daher werden jetzt Heilkräuter gesammelt und geweiht

20. August:

  • Wie der Sankt Bernhard ist, man auch den September misst.

24. August:

  • Wie Bartholomäus sich hält, so ist der ganze Herbst bestellt.
  • Sind Lorenz (10. August) und Bartel schön, bleiben die Kräuter noch lange stehn.
  • Bartholomä voll Sonnenglut macht Wein und Reben stark und gut.

28. August:

  • Um Augustin ziehn die Gewitter hin.
  • Um die Zeit von Augustin gehn die warmen Tage hin.

30. August:

  • Bischof Felix zeigt an, was wir 40 Tag’ für Wetter han.

31. August:

  • Sankt Raimund treibt die Wetter (Gewitter) aus.
Blutpflaumen sind nicht nur eine optische Zierde - ihre Früchte sind essbar.

Blutpflaumen sind nicht nur eine optische Zierde – ihre Früchte sind essbar.
©beast666

Magischer August – Korrespondenzen

  • Pflanzen:  Dachwurz mit der Haupt-Signatur von Sonne/Uranus. Fingerhut (Venus/Pluto, Jupiter/Merkur), Lilien (Merkur/Jupiter, Venus/Mars). Sonnenblumen und gelbblühende Korbblütler (Sonne/Uranus), Ringelblumen, Sonnenhut. Pflanzen mit fetten Ölen oder Harz (Olive, Lorbeer, Weihrauchstrauch) – Sonne. Merkur in der Jungfrau prägt alle Getreide und den Hopfen. Minzen, Salbei, Disteln, auch die Artischocke.
  • Baum: Eberesche, Merkur, Jupiter – aus den Beeren lassen leckere Marmeladen herstellen. Holunder, auch hier reifen jetzt die Früchte.
  • Duft:  Olibanum (Weihrauch), Zedernholz, Lorbeer (Sonne), Lavendel, Minze, Salvia, Heliotrop.
  • Gottheiten: Helios, Lugh, Grannus, Hephaistos, Ops, Demeter, Diana, Merkur, Thot,
  • Zodiak:  Löwe mit Sonne, Jungfrau mit Merkur
  • Steine: Rubin, Diamant, Karneol (Löwe), Peridot, grüner Turmalin (Jungfrau)
  • Metall:  Gold – Sonne, Quecksilber – Merkur
  • Kristalle:  Feueropal, Goldfluss, Bernstein, Pyrit, Goldtopas (Sonne), Peridot, Olivin, Achat, Katzenauge, Jaspis (Merkur)
  • Farben:  golden, orangegelb (Löwe), ockergelb, lavendelblau (Jungfrau)
  • Elementale:  Salamander (Feuer), Gnome (Erde)
  • Tiere:  Gottesanbeterin und andere Heuschrecken/Grillen, Falke & Schlange (Tiere des Apollon). Die Schlange ist ein Symbol der chtonischen Urmutter und gehörte, nachdem Apollon das Heiligtum von Delphi, das der Erd-Python geweiht war, für sich eroberte, auch zu seinen heiligen Tieren. Schlangen zieren auch den Caducceus bzw. Äskulapstab. Daher gehören sie, wie der eigentlich solare Hahn auch zum Merkur.
  • Mythologische Tiere: Sphinx (Jungfrau), Löwe

August-Rituale – ausser Grillen!

  • Im August ist auch wieder Sternschnuppen-Zeit, die Perseiden schauen vorbei: Starke Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum
  • Ende Juli/Anfang August – eigentlich durchquert die Erde einen Partikelschwarm auf ihrer Bahn um die Sonne. Gelegenheit zum Staunen und Feiern mit Familie und Freunden. Und natürlich zum Wünschen !!

Lammas, Breadmass oder Lughnasa – das erste Erntefest des Jahres steht an.

  • Nach irischer Überlieferung ist jetzt die Zeit, wo die Kraft der Sonne voll in das Getreide übergegangen ist – der Sonnengott stirbt einen symbolischen Tod, wenn die Ernte eingebracht wird. Im Verlauf der Jahreszyklus hat die solare Gottheit in ihrer Manifestation als Vegetation sich selbst aufgeopfert, um im kommenden Frühling wieder zu erstehen, damit wir Menschen und anderen Geschöpfe dieser Erde leben können. Diese Art Erlösergeschichte ist ein uraltes Menschheiterbe, das es so in vielen Religionen gibt, in direktem Bezug zur Landwirtschaft oder auch losgelöst und mehr transzendent. Auch die griechischen Mysterien von Eleusis und der Osiris-Mythos sind letztlich auf diesen Ursprung zurückzuführen.
  • Jetzt wird das kostbare Saatgetreide gewonnen und das erste Brot aus dem neuen Korn gebacken. Auch eine christliche Version der “Brotmesse” gibt es – Laibe werden auf den Altar gelegt und geweiht. Rituale, um wieder in den natürlichen Rhythmus der Jahreszeiten zu kommen – weg vom seltsam zeitlosen Angebot der Supermärkte.
  • Für Mutter Erde kann man Corn Dollies aus Stroh flechten und das Heim damit schmücken – ein selbstgebackenes Brot – ohne Fertigmischung, versteht sich – bereichert den Frühstückstisch. Sonnenblumensträusse verabschieden die heisse Zeit des Sommers.
  • Augusträucherung:
    • Kamille, Johanniskraut, Lorbeer, Engelwurz, Fenchel, Weinraute, Orangenschale, Weihrauch, Heliotrop
  • Einen Kräuterbuschen binden – der Diana oder Maria weihen:
  • Für die Mondin nimmt man 13 Kräuter, oder 7 für die Sonne, bzw. die Planetensignaturen. Nach christlicher Überlieferung 7 oder 9 Pflanzen.  Je nach Region ist die Auswahl unterschiedlich – Königskerze gehört aber unbedingt dazu, Arnika, Angelica, Pfefferminze, Wermut, Beifuss, Liebstock, Johanniskraut , Schafgarbe – die Kräuter sollten gut zu trocknen sein. Dazu noch eine Kornähre und Hagebutten – egal ob Maria oder “Grosse Mutter”, diese Zutaten erinnern uns an die Gaben für die wir dankbar sein sollten. Den fertigen Buschen segnet oder weiht man und stellt oder hängt ihn in eine besondere Ecke des Heims.
  • In Bayern ist der 15.8. ein Feiertag – und bietet Gelegenheit zu einer Wallfahrt zu einer der vielen Marienheiligtümer. Da kann man seinen Kräuterbuschen gleich von der “Grossen Mutter und Himmelskönigin” segnen lassen. Eine meditative oder kontemplative Übung und spirituelle Rückverbindung mit der Natur bietet eine Fusswanderung zu einem Ort besonderer mystischer Ausstrahlung jedenfalls an diesem Datum. Viele Marienheiligtümer stehen ohnehin an alten Kultplätzen der “Grossen Göttin”.
  • Es gibt erste Zwetschgen, Ebereschenbeeren und Hagebutten – auch die Blutpflaume liefert essbare Früchte für Gelees, Marmeladen, Kompott. Frühe Apfelsorten, wie Klarapfel (Kornapfel) kann man auch schon zu Kuchen und Apfelmus verarbeiten. Brombeeren haben Hochsaison – wie wäre es mit Brombeerlikör?

Brombeerlikör:

  • 200g reife Brombeeren
  • 100g brauner Krümel-Kandis
  • 1 Stück Vanilleschote
  • 1 Weithalsflasche 1Liter
  • weisser Bacardi

Brombeeren waschen, sehr gut abtropfen. In die Flasche füllen, Kandis dazugeben und mit Rum auffüllen.

  • Mindestens 12 Wochen stehenlassen, über Kaffeefilter abziehen. In einer dekorativen Flasche in gerngesehenes Mitbringsel.
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Ebereschenfrüchte locken mit ihrer orange-roten Farbe.

Die heilige Eberesche ist der Baum des Monats, sie steht unter der Signatur von Mars/Venus und Jupiter/Merkur. Bei den Germanen war sie dem Thor (Mars) und dem Odin (Merkur/Jupiter) geweiht. Der Baum wächst eher hoch und schlank, aber in Blüte und Blattform ähnelt er erstaunlich dem Holunder. Wie dieser gilt auch die Eberesche als Zauberbaum und wird zu schutzmagischen Ritualen verwendet, besonders im angelsächsischen Raum – Rowan, wie die Eberesche auf englisch heisst, solle in keinem Garten fehlen.

Man kann neben den vielerlei Gelee- Chutney, Mamelade, Kompott-Rezepten auch einen teueren Edelbrand aus den roten Beeren gewinnen. NEIN, Vogelbeeren, oder Ebereschfrüchte sind nicht giftig - noch nicht einmal wie rohe Holunderbeeren. Sie enthalten allerdings eine magenreizende Substanz, die mit dem Zuckeraustauschstoff Sorbitol verwandt ist. Wie die Oxalsäure beim Rhabarber oder Spinat zerfällt diese aber beim Kochen. Es gibt sogar Kulturformen der Eberesche, bei denen der Reizstoff weggezüchtet wurde. Die Giftigkeit wurde von frühen christlichen Missionaren in die Welt gesetzt, welche die mit dem Baum verbundenen heidnischen Bräuche unterbinden wollten. Schlecht für die Bevölkerung, da Ebereschenbeeren sehr viel Vitamin C enthalten, und als Skorbutverhinderer während er langen Winter wichtig waren.

Eberesch-Konfitüre:

  • 200 g Hagebutten
  • 200 g Holunderbeeren
  • 600 g Ebereschfrüchte
  • 1 Vanilleschote
  • 1 kg Gelierzucker 1:1

Früchte waschen, abtropfen, in einem Topf geben. Aufkochen, mit Mixstab pürieren und durch eine flotte Lotte passieren – in einen grossen Topf. Gelierzucker und zerschnipselte Vanille-Schote zum Mus geben und aufkochen – 3 min. köcheln, dabei abschäumen. In twist-off Gläser füllen, auf den Kopf stellen.

  • Nach diesem Rezept lässt sich auch Holunder-Blutpflaumenmarmelade herstellen:
  • 500g Holunderbeeren und 500g Blutpflaumen (lassen sich leider schlecht entsteinen). Bei eher süssen Pfläumchen etwas Zitronensaft zugeben.
Eberesche mit Blüte und Fruchtstand. quelle:wiki.

Eberesche mit Blüte und Fruchtstand.
quelle:wiki.

Für Erdbeerliebhaber mit eigenem Beet: Jetzt Kindel für die Verjüngung gewinnen! Nach unserer Erfahrung entwickeln sich selbstgeschnittene Ableger besser als gekaufte Pflanzen, vor allem wenn man schon starke Mutterpflanzen hat. Die eigenen Jungpflänzchen sind nämlich schon an den Standort gewöhnt und wachsen viel besser. Manche Sorten fruchten jetzt noch einmal, wie unser Liebling die Aroma-Erdbeere “Korona”.Alle anderen müssen jetzt auch von den Ausläufern befreit werden, sonst tragen sie im nächsten Jahr nicht ordentlich. In dieser raumgreifeneden, rankenden Eigenart zeigt die Erbeere ihre Nebensignatur Merkur/Jupiter – ein Hinweis sind bereits die dreilappigen Blätter. Daher gilt die Erdbeere (Tee aus den Blättern) als Lebermittel. Als Rosengewächs untersteht sie hauptsächlich Venus/Mars.Manche Sorten, wie Korona fruchten bei guter Pflege und ausreichend Sonne Ende August/Anfang September ein zweites Mal.

 

Posted by on August 2nd, 2016 Kommentare deaktiviert

1./2. August: Lughnasa, das Fest des Sonnengottes Lugh

Sonnenblumen: Gesicht des Lugh,.

Sonnenblumen: Gesicht des Lugh, an Lammas oder Lughnasa, dem Fest zu seinen Ehren.

Aus Zeitgründen nur ein Stimmungsbild zum keltischen Erntefest, dem ersten des bäuerlichen Jahres: Kornfest, Brotfest – Breadmas in den angelsächsischen Ländern.

Der nun heisse Atem des Sonnengottes lässt die Feldfrüchte reifen. Im Gold des reifen Getreides spiegelt sich die Farbe der Hochsommer-Sonne. Brombeeren schwärzen sich  in den Hecken und die besonders hitzeliebenden Blumen kommen jetzt zur Blüte. Unter ihnen hat die Sonnenblume  eine der deutlichsten Signaturen des solaren Prinzips. Ihr von goldenen Blütenblättern umkränztes Gesicht wendet sich immer nach dem Sonnenlicht, so dass die Menschen sie früher auch als Uhr verwendeten, quasi eine pflanzliche Sonnenuhr. Auch ihre ölhaltigen Samen zeugen vom solaren Einfluss. Diese sind in einem Spiralmuster nach den Proportionen des Goldenen Schnitts angeordnet.

Die Sonnenblume ist ein imposantes Gewächs, allerdings mit lächerlich dürftigen Wurzeln – Uranus, der Gegenpol der Sonne lässt grüssen.

Morning Star ©scrano 2016

Lugh Lightbearer ©scrano 2016

Der 1. August gilt als christlicher Unglückstag, weil an diesem Tage der Teufel von Gott in die Hölle gestürzt und der Apostel Petrus festgenommen worden sei ( Petri Kettenfeier am 1.8. ). Man durfte an diesem Tag nichts Neues beginnen.
Vielleicht spiegelt sich in diesem christlichen Mythos der dunkle Aspekt von Lughnasa wider, denn ­ der solare Getreidegott muss tatsächlich in die Unterwelt, um das Überleben der  menschlichen Gemeinschaft, aber auch aller anderen Geschöpfe zu sichern. Mit dem Getreideschnitt endet sein irdisches Dasein für das laufende Jahr. Das erste Erntefest des Jahres war eine der wichtigsten heidnischen Dankesfeiern und fand daher auch Eingang in christliches Brauchtum – Brotsegnung und Kräuterweihe etwa, aber auch unter gleichzeitiger Verteufelung der alten Vorstellungen.
Ein mit dem Getreideschnitt verbundener Festmythos der Germanen beschreibt, wie der solare Feuergott Loki, der hier für die Sommerhitze steht, das goldene und zauberkräftige Haar (stellvertretend für das Korn) von Thors Frau Sif (Göttin der Geschicklichkeit und Kunstfertigkeit) abschneidet. Eine Verbindung mit der Figur des Luzifer enstand wohl durch die in dieser Zeit ebenfalls stattfindende Bestrafung Lokis wegen seiner Schmährede bei Ägirs Fest – Loki wird eingefangen und unter der Erde in eine Höhle gesperrt, wo er bis Ragnarök ausharren muss. Loki ist wie Lugh ein ambivalenter Feuer- und Sonnengott, der wie Hephaistos/Merkur über Geisteskraft und Erfindungsgabe verfügt.  Zusammen mit dem Titanen Prometheus bilden diese mythologischen Figuren eine Gruppe sogenannter Kulturheroen, die alle mit dem Feuer in Verbindung stehen. Die christliche Überformung machte aus ihnen einen Aspekt des Luzifer (eigtl. Lichtträger), den man als eine Erscheinung Satans ansah (fälschlicherweise). Daher die Interpretation von Lokis/Lughs Scheiden von der Erde (Herbst und Winter) als Luzifers Sturz in die Hölle, der dann gerade an dieses Datum verlegt wurde. Die für die Bauern wichtigen Erntebräuche und Dankesfeiern band man einfach in den liturgischen Kalender ein.
Da das Getreide im Mittelpunkt dieses Eckfests steht: Man kann zu Lammas oder Lughnasa einmal ein Brot selbst backen, das dann nach einem kleinen Erntedank-Ritual gemeinsam verzehrt wird. Als Butterbrot, mit Honig zum Beispiel. Wer Kinder hat: Diese haben bestimmt Freude daran, wenn man mit ihnen gemeinsam Strohpüppchen flicht, die dann mit bunten Bändern verziert werden. Als sogenannte Kornmutter (Corn dolly) kann man sie auf die Felder bringen und für die Gaben der Erde danken.

Korn-Mutter - Weihegaben zum Erntedank - wie heute noch in Grossbritannien üblich.

Korn-Mutter – Weihegaben zum Erntedank – wie heute noch in Grossbritannien üblich.

Zum Schmuck des Heims bieten sich Hochsommerblumen wie Rudbeckia, Echinacea, Dahlie, Getreideähren und natürlich Sonnenblumen an.  Für ein Räucher-Ritual eignen sich Weihrauch, Zedernholz und Lorbeer, der heilige Baum des Apollon. Oder Bernstein, das fossile Harz, nach der Sage die Tränen der Schwestern des Phaeton, Sohn des Helios. Diese verwandelten sich in Bäume aus Trauer um den verunglückten Bruder, nach dessen Sturz vom Sonnenwagen in den Ozean. Ihre Harztränen fallen ins Nord-Meer, an dessen Ufern man seit dem Bernstein findet.

Kerzen: Grün, golden, orange.

Lammas-Brot

  • 0,1 l Milch
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 TL Zucker
  • 500g helles Emmer-Mehl (Dinkelmehl 630 geht auch)
  • 200g Dinkelmehl (Vollkorn)
  • 1 TL Honig oder Sirup
  • 2-3 El Buttermilch
  • 1 EL gemischte Brotgewürze (Fenchel, Koriander, Anis, Kümmel)
  • 3TL Meer-Salz
  • Sonnenblumenkerne zum  Untermischen und Bestreuen
  • Holz-Backbrett

Hefe mit warmer Milch und Zucker ansetzen und in einer großen Tasse 30 Minuten gehen lassen (schäumt). Mehl, Honig, Gewürze, Salz, Kerne in eine Rührschüssel geben, vermischen, die Hefe-Zucker-Milch-Mischung hinzugeben, verrühren und so viel von der Buttermilch hinzufügen, dass es einen festen Teig ergibt. Ca.1 Minute mit dem Mixer und Knethaken rühren (Tipp: Mit den Händen geht es besser, Chirurgenhandschuhe verhindern Ankleben! ), dann den Teig an einem warmen Ort 30 Minuten zugedeckt gehen lassen.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig zu einem Laib geformt darauf setzen und wiederum 30 Minuten ruhen lassen.
Mit Wasser bestreichen, Kerne aufstreuen,  und bei 200°C 20 Minuten backen, dann den Ofen auf 180°C herunterschalten und weitere 40 Minuten backen.
Mit einem Schaschlik-Spiess hineinstechen, wenn nichts von dem Teig an dem Holz-Stäbchen haften bleibt, ist das Brot fertig.

Die keltischen Jahresfeste im Überblick mit ihren christlichen Entsprechungen:

  • Brigid, Imbolc: 1./2. Februar – Feuerfest, Milchfest – Lichtmess
  • Eostre, Ostara, 21.März – Frühlingsanfang – Ostern
  • Beltane, 30.April/1. Mai – Walpurgis, Sommeranfang
  • Litha, 21. Juni – Johanni – Sommersonnenwende
  • Lughnasa, Lammas, 1./2. August – Brotfest, Kornfest
  • Mabon, 21. September, Herbstanfang – Fruchtfest, Weinfest
  • Samhain, 31. Oktober/1. November – Allerheiligen, Halloween – Schlachtfest, Totenfest
  • Yul, 21. Dezember, Wintersonnenwende – Weihnachten

Die kalendarischen Zuordnungen waren bei den Kelten oder auch Germanen (Römern) nicht alle fix, da sie neben dem Sonnen- auch einen Mondkalender für die Datierung von Ritualen verwendeten, daher fallen einige Zeitpunkte dann auf den Vollmond oder wie bei Samhain, den Neumond des entprechenden Monats. Das heilige Jahr teilt sich dadurch in vier Sonnenfeste und vier Mondfeste. Lughnasa fällt solar etwa auf 15° Löwe, wie alle lunaren Eckfeste ist es ein beweglicher, lunarer Feiertag. Alle vier Hauptfeste der Kelten finden etwa bei einem Sonnenstand von 15° in den fixen Zeichen statt – Brigid: Wassermann, Beltane: Stier, Lughnasa: Löwe, Samhain: Skorpion. Die entspricht den vier Weltecken der Antike. Die solaren Feste (Sonnwenden, Äquinoktion fallen auf den Anfang der kardinalen Zeichen Widder-Eostre, Krebs – Litha, Waage – Mabon, Steinbock – Jul.

Ein schönes Lughnsa(d) – Blessed Be!

 Lammas-Räiucher-Rezept:

  • Basilikum
  • Bernstein
  • Zimtrinde
  • Koriandersamen
  • Goldrute
  • Heidekraut
  • Rosmarin
  • Rosenblüten
  • Schafgarbe

Im Mörser zerpulvern und auf dem Räuchersieb verglimmen. Geht gut, da kein Harz dabei ist (Bernstein in kleinen Dosen  funktioniert). Auf dem Sieb werden die Kräuter nicht so schnell bitter.

Sunny Promises … ?

Sunny Promises … ? ©beast666 2015

 

Posted by on August 1st, 2016 Kommentare deaktiviert

Sieben Todsünden: Superbia – Stolz, die Sonne

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Glanz der eigenen Strahlkraft: Verblendung und Ruhmsucht – der Schatten der Sonne.

  • Luzifer – Stolz – Sonne
  • Mammon – Geiz- Saturn

  • Leviathan – Neid – Merkur

  • Satan – Zorn – Mars

  • Asmodeus – Wollust – Venus

  • Beelzebub – Völlerei – Jupiter

  • Belphegor – Faulheit – Mond

Die Symbolik der “Sieben”. gibt es schon im Zusammenhang mit Lastern in der babylonischen und persischen Zeit. Es wird vermutet, der Ursprung der Todsündenlehre liege im Motiv der vorgeburtlichen Seelenreise. Bevor die Seele in die Welt der Materie  eintritt, müsse sie sieben Himmelssphären durchwandern. In jeder nehme sie einen guten Geist in sich auf, aber auch einen schlechten. Gebräuchlich war auch eine Zuordnung der Todsünden zu den Wochentagen: Am Sonntag bedrohe Stolz den Menschen, wenn er sich in der Messe Gott nicht unterwerfe. Tag des Neids sei der Montag, des Zorns der Dienstag. Die Trägheit, speziell die spirituelle, bedrohe den Menschen am Mittwoch, weil er zeitlich am weitesten vom Sonntag entfernt ist. Wenn der Mensch seine Gottnähe verloren habe, sei er am Donnerstag gefährdet, nach materiellen Gütern zu gieren, und sich am Freitag, wenn er dem Fasten verpflichtet wäre, der Völlerei hinzugeben. Wollust ist die Sünde des Samstags. Diese Form einer Korrespondenz-Lehre steht aber im Widerspruch zu der Hermetischen Zuordnung der Sünden zu den Tagen und ihren Planetenentsprechungen. Sowohl in der gnostischen, der hermetischen als auch gemäss der klassischen Moraltheologie sind die “Sieben Todsünden” weniger in Handlungen begründet, sondern Dispositionen: Persönlichkeitsstörungen oder Charakterdefizite. Deshalb kann man sie auch nicht beichten. Sie legen erst den Keim der Unmoral und sind die Ursache der späteren verwerflichen Akte. Astrologisch und psychologisch stellen sie die Schattenthematik der entsprechenden planetarischen  Archetypen dar.

Die Sonne, der innere Fokus und wie der Mond eines der “Grossen Lichter” der zentrale Archetyp der Persönlichkeit. Sie verkörpert den solaren Heros, der die Lebensreise bestreiten muss, um zu seiner ganzheitlichen Wesensnatur zu finden.

Wo viel Licht ist … aber zum Glück ist das bei der Sonne nicht ganz so schlimm. Wie der Sonnengott Apollon ist sie ein Heiler und stellt neben dem Merkur im Horoskop eine der Möglichkeiten dar, Defizite auszugleichen.

Ein paar Wölkchen bleiben aber doch:

Schatten: Hybris, Arroganz, Narzissmus, Tyrannei, Egozentrik, Eitelkeit –> vom eigenen Glanze überstrahlt, nimmt man die Umgebung nicht mehr deutlich genug wahr. Die Mitmenschen werden zu Satelliten degradiert. Man braucht den Hofstaat der Bewunderer, deshalb gibt es unter Menschen die in der Öffentlichkeit auftreten viele Persönlichekeiten mit einer Dominanz des solaren Prinzips. Wie nicht umsonst der Omphalos (Axis Mundi) im Apollonheiligtum zu finden ist, so glaubt auch der mit einer übermässigen Sonnensignatur Gesegnete er sei der Nabel der Welt.

Problematische Sonne: Hier sind hauptsächlich harte Aspekte mit transpersonalen Planeten die Übeltäter, wie beim Mond, manchmal reicht aber schon ein besonders gespannter Mars in Quadrat oder Konjunktion zur Sonne.

Quadrat: Mangelnder Selbstausdruck mit Saturn, (Vaterprobleme durch Einengung), Märtyrer-Komplex und sprituelle Krise mit Neptun, heftige Autoritätskämpfe mit Uranus, dort auch Probleme mit dem Vaterprinzip.
Gestörtes Elternbild und Rollenbild Animus/Anima mit Mond, entfremdete Eltern.
Opposition: Bipolares Verhalten oder dauernde Hemmung bei Saturn und Uranus, Ego-Schwäche bei Neptun, Macht-Ohnmacht Themen bei Pluto.

Sonne in 12: Aufgabe des Egos, der Selbstbestimmung.

 

Posted by on Juli 24th, 2016 Kommentare deaktiviert

2oo.ooo Besucher – vielen Dank!

Cosmic Flower ©scrano 2014

Cosmic Flower: “Blue Light“, ©scrano 2015

 

Ein Fall von Mengeritis …? ©scrano 2016

Ein Fall von Mengeritis …? ©scrano 2016

 

anniversary-gates

Bilanz nach anderthalb Jahren – mehr als 200.000 Besucher des Hermetik-Blogs und Leser unserer Artikel!

Vielen Dank für Euer dauerhaftes Interesse.

Als Dankeschön gibt es die fraktale Blume “Blue Light” oder das 3D-Render “Ein Fall von Mengeritis…” frei als Download für en persönlichen Gebrauch.

Wer sie grösser ausdrucken möchte:

Bei Anfrage via email an Ambrosia, sende ich Euch gratis eine Bilddatei in Auflösung 200 dpi.

Viel Glück für uns alle in diesen Zeiten des Chaos, solange Neptun und Jupiter sich gegenseitig in einer Opposition belagern!

Man könnte dies als grosse Flut deuten oder als Phase von übermässiger Verschleierung und Täuschung:

Erleben können wir jetzt beides: Von den Globaliserungsprofiteuren und Rohstoffpiraten ausgelöste Flüchtlings- und Migrantenströme, begleitet von Chaos und Vertuschungen seitens der Verantwortlichen.

Andererseits ist da auch immer noch der Saturn im Schützen, der verhindert, dass die Bäume in den Himmel wachsen und Pluto im Steinbock, dessen Einfluss jetzt wirklich spürbar wird.

Seid also weiterhin achtsam auf Euch und Eure Mitwelt!

Bleibt uns treu, wir versuchen ständig unser Bestes zu geben.

Blesssed Be!

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Teddy & gate animations: sevenoaks art.

Fraktalbilder der Galerien, wie alle meine Original-Illustrationen als Poster ab DIN A3 oder gerahmter Kunstdruck erhältlich. Preise Poster ab 9.90€, Kunstdrucke je nach Printmedium und Rahmen auf Anfrage. Poster werden in Papprolle verschickt, Versand 3.90€. Rückgabe der unbeschädigten Ware in Originalverpackung innerhalb von 14 Tagen möglich. Selbstabholung für Kunden im Raum Stuttgart/Esslingen/Göppingen empfohlen.

 

Posted by on Juni 7th, 2016 1 Comment